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	<title>Deutch Archives | The School of Christ</title>
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	<description>Preserving a Christ-Centered Faith</description>
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	<title>Deutch Archives | The School of Christ</title>
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		<title>Der Dienst des Füreinander-Dasein</title>
		<link>https://theschoolofchrist.org/der-dienst-des-fureinander-dasein</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chip Brogden]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 10:28:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>von Chip Brogden Jeder Christ ist zu dem Dienst des Füreinander-Daseins berufen. Wir sollen einander lieben, einander dienen, uns einander unterordnen, einander unterweisen, uns gegenseitig ermutigen und helfen, einander vergeben usw. Dies ist unser geistlicher Dienst. Dies ist unser Dienst am Leib Christi und die Grundlage, aus der jede geistliche Gabe wirken sollte. Es wäre [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>von Chip Brogden</p>
<p>Jeder Christ ist zu dem Dienst des Füreinander-Daseins berufen. Wir sollen einander lieben, einander dienen, uns einander unterordnen, einander unterweisen, uns gegenseitig ermutigen und helfen, einander vergeben usw. Dies ist unser geistlicher Dienst. Dies ist unser Dienst am Leib Christi und die Grundlage, aus der jede geistliche Gabe wirken sollte. Es wäre nützlich für dich, alle Stellen der Bibel zu studieren, die das &#8220;einander&#8221; erwähnen. Es gibt eine beachtliche Anzahl dieser Bezugnahmen. Zu sehen, dass das Christentum nicht für Einsiedler gedacht ist, wird dir hilfreich sein. Im Königreich Gottes gibt es keinen Raum für Eigenbrötlerei, denn wir sind ein Leib mit vielen Gliedern, jedes mit dem anderen zusammengefügt in gegenseitiger Abhängigkeit. Du kannst auch erkennen, dass wir dazu berufen sind, ein einfaches Leben im stillen Dienst für unsere Brüder und Schwestern zu leben. Das ist weder kompliziert noch schwierig.</p>
<p>Leute fragen mich ständig: &#8220;Wie weiß ich, ob ich in den Dienst berufen bin?&#8221; Ich antworte, indem ich sage: &#8220;Du bist ganz sicher in den Dienst berufen.&#8221; Sie denken dann, ich bin möglicherweise ein Prophet oder kann etwas sehen, was sie nicht sehen können. An dem Punkt muss ich meine Aussage verdeutlichen und erklären, dass jeder von uns in den Dienst des Füreinander-Daseins berufen ist. Keiner ist davon ausgenommen. Wie sich das letztendlich in deinem Leben entwickeln wird, ist ein wunderbares Geheimnis, dass du für dich selbst herausfinden musst. Halte für den Anfang nur nicht nach großen, bedeutsamen Dingen Ausschau; finde einfach ein paar Brüder und Schwestern und fange an, dein Füreinander-Dasein zu praktizieren.</p>
<p>Andere fragen: &#8220;Doch wie weiß ich, ob Gott mich in einen Vollzeit-Dienst beruft?&#8221; Meine Antwort ist, dass er uns alle in den Vollzeit-Dienst des Füreinander-Daseins beruft. Ich kann die Stelle in meiner Bibel nicht finden, wo von einem Teilzeit-Engagement die Rede ist. Es gibt so etwas wie einen Teilzeit-Dienst nicht, so wie es auch keine Teilzeit-Gottesdiener oder einen Teilzeit-Christen gibt. Entweder heißt es immer oder gar nicht.</p>
<p>Das Problem vieler Menschen, die nach einem &#8220;Vollzeit&#8221;-Dienst streben ist, dass sie etwas Bedeutsames tun wollen, etwas sofort Sichtbares, Wohlgefälliges und Anerkanntes, so dass es ihre Zeit ausfüllen und sie ernähren möge, damit sie nicht mehr in einem &#8220;weltlichen&#8221; Job arbeiten müssten. Sie wollen gleich ganz oben anfangen, mit einem Titel und einem Posten, haben aber keine Ahnung von dem Dienst des Füreinander-Dasein. Sie wollen predigen oder lehren, singen oder auf irgendeine andere Weise oben in der Mitte des Podiums stehen.</p>
<p>Ich habe mehr als einen jungen Menschen in meiner Seelsorge gehabt, der überzeugt war, der Herr rufe ihn in irgendeinen Dienst. Mit Sicherheit sind ihre Motive aufrichtig und sie sehnen sich danach, gute Werke zu tun. Doch bei eingehender Betrachtung kann man sehen, dass sie eine ganz bestimmte Meinung oder feste Vorstellung davon haben, was einen Dienst ausmacht. Sie stellen sich vor, einen Dienst zu haben bedeutet, Leute kommen und hören ihnen beim Predigen zu. Sie stellen sich vor, wie es sein würde, hinter dem Rednerpult zu stehen, zu sprechen und zu hören, wie die Leute &#8220;Amen!&#8221; sagen, oder auch &#8220;Jawohl, du sagst es, Bruder!&#8221; In manchen Fällen schauen sie mich an und erwarten, dass ich meine Hand über sie halte oder ein paar Worte zu ihnen spreche, die ihre Berufung bestätigen und ihnen klare Richtungsweisung geben. Oder sie reden davon, ihren &#8220;weltlichen&#8221; Arbeitsplatz aufzugeben, um in den &#8220;Vollzeit&#8221;-Dienst zu gehen.</p>
<p>WIE MAN AUF FALSCHE WEISE IN DEN DIENST TRITT</p>
<p>Als ich dreiundzwanzig Jahre alt war, spürte ich, dass es für mich an der Zeit war, einen großen Schritt zu tun und in den &#8220;Vollzeit&#8221;-Dienst einzutreten. Ich wusste, ich war zum Dienst berufen, außerdem war ich bereits einer der Partnerpastoren in unserer Gemeinde, doch ich war ungeduldig und begierig, meine ganze Zeit in das zu investieren, was ich für den Dienst hielt – predigen und lehren. Ich dachte, &#8220;vollzeitlich&#8221; in den Dienst zu gehen, wäre ein großartiges Ereignis, das von Trompeten und Herolden begleitet wäre. Ich wollte aber in Bezug auf des Herrn Führung sicher sein, also fastete und betete ich, um zu sehen, ob er meinen Plänen zustimmte (beachtet bitte, wie ich das formuliert habe). Drei Tage lang aß und trank ich nichts. Am Ende dieser drei Tage kündigte ich meinen Arbeitsplatz und ließ jeden wissen, dass ich nun im &#8220;Vollzeit&#8221;-Dienst wäre.</p>
<p>Nach etwa drei Monaten des &#8220;vollzeitigen&#8221; Dienstes, hatte ich in drei Gemeinden gepredigt und einen Newsletter verschickt, so dass jeder wusste, wo er sein Geld hinschicken konnte. Es dauerte nicht lange und es gab nichts mehr zu Essen im Haus. Also begannen wir, Freunde und Verwandte zu besuchen, um &#8220;Gemeinschaft&#8221; zu haben, in der Hoffnung, man würde uns einladen, zum Abendessen zu bleiben. Wir waren darauf angewiesen, dass die Gemeinde unsere Telefon- und Stromrechnungen bezahlte. Etwa zu der Zeit teilte mir meine Frau mit, dass sie mit unserem zweiten Kind schwanger war. Natürlich hatten wir keine Krankenversicherung.</p>
<p>Als es richtig eng wurde, fiel mir ein Mann ein, der etwa eine Autostunde entfernt wohnte und mir Geld schuldete. Da es Abendessenzeit war, bat ich meine Frau, mir etwas Proviant mitzugeben, den ich auf dem Weg zu diesem Mann verzehren wollte. Sie gab mir ein einziges Stückchen Beef-Jerky (getrocknetes Rindfleisch – Anm. d. Übers.) und eine Thermoskanne, gefüllt mit Eistee, denn das war alles, was wir hatten. Am Ende ging ich zu der Suppenküche, die von unserer Gemeinde unterstützt wurde und fragte, ob ich als Gegenleistung für einen der Nahrungsmittel-Kartons helfen könnte, die Lieferwagen zu beladen. Die nächsten paar Wochen lebten wir von Microwellen-Pizza und gefrorenen Tortellini, die wir kochten und in einigen interessanten Variationen auf den Tisch brachten. Ich verstehe nun, wie die Hebräer über Manna vom Himmel klagen konnten, nachdem sie es so lange Zeit gegessen hatten. Bis zum heutigen Tag esse ich keine Tortellini mehr.</p>
<p>Zu guter Letzt mussten wir unser Haus räumen, da wir die Miete nicht länger bezahlen konnten. Wir zogen zu den Eltern meiner Frau und lebten dort in einem Zimmer mit Einzelbett. Wir hatten kein Geld, um unsere Sachen einlagern zu lassen, also wickelten wir alles in Plastikfolie und stellten es in der Garage meiner Schwiegereltern unter. Zwischenzeitlich erzählte mir jemand von einer kleinen Gemeinde, die einen Pastor suchte. Sie zahlten die erstaunliche Summe von 100 $ pro Woche, was mir zu der Zeit wie der Schatz eines Königs vorkam. Also nahmen wir an.</p>
<p>Der Gemeinde war es möglich, unser Einkommen im Lauf der Zeit etwas zu erhöhen, doch es war bald klar, dass ich den &#8220;Vollzeit&#8221;-Dienst verlassen und wieder zurückgehen musste auf den &#8220;weltlichen&#8221; Arbeitsmarkt, um meine Familie ernähren zu können. Ich erinnere noch, wie mir dies zum ersten Mal klar wurde und wie tief es meinen Stolz verletzte. Ich weiß noch, wie ich betete, während ich auf meinem Heimweg über eine Brücke fuhr: &#8220;Herr, ich tue alles, wenn du mich nur &#8220;vollzeitlich&#8221; im Dienst bleiben lässt.&#8221; Ich wollte mir keine Arbeit suchen, weil ich dachte, das würde mir als ein Mangel an Vertrauen ausgelegt werden. In der folgenden Woche wurde mir eine Arbeitsstelle angeboten und auf das Insistieren meiner Frau hin, nahm ich ihn auch an.</p>
<p>Warum ich diese Erfahrung mit euch teile? Halte ich es als Modell hoch, um zu zeigen, was es heißt für Jesus zu leiden? Ist dies ein Beispiel dafür, was es bedeutet im Dienst für den Herrn zu stehen? Keinesfalls! Ich war engagiert, ohne Zweifel. Manch einer mag sagen, es widerfuhr dir so, weil du nicht genügend Vertrauen hattest. Mag sein, doch ich wette, ich hatte mit dreiundzwanzig mehr Glauben als du ihn möglicherweise hattest. Ich konnte länger beten, länger fasten, länger predigen und länger arbeiten als jeder andere. Wie Paulus sagt &#8220;Ich habe in größerem Maße gearbeitet als alle anderen.&#8221; Doch wie das Sprichwort sagt: Fanatismus besteht aus dem fortgesetzten Tun von Dingen, obwohl man schon längst vergessen hat, warum man sie tut.</p>
<p>GEISTERFÜLLTER DIENST IST PRAKTISCH</p>
<p>Seit jener Zeit (nach vielen weiteren Prüfungen und Tests) habe ich gelernt, dass auch der erhabenste geistliche Dienst uns niemals dazu veranlassen wird, unsere niedrigsten irdischen Pflichten zu vernachlässigen. Wenn du nicht treu in Bezug auf irdische Dinge bist, wer wird dir dann geistliche Dinge anvertrauen? Paulus´ Briefe beginnen immer mit geistlicher Realität und enden mit der irdischen Verantwortung. Das ist der Grund, warum er Menschen dazu anhält, an dem Platz zu bleiben wo sie sind, wenn sie zum ersten Mal gerufen werden. Das heißt, wenn du ein Ehemann bist, liebe deine Frau. Bist du eine Ehefrau, liebe deinen Mann. Wenn du Kinder hast, erziehe sie in der Pflege und der Ermahnung des Herrn. Sei für sie da. Wenn du dich nicht um deine Familie kümmerst, ganz gleich welche geistliche Entschuldigung du entgegenhältst, bist du schlimmer als ein Heide. Und wenn du nicht arbeitest, wirst du auch nicht essen.</p>
<p>Ausgeglichenheit ist der &#8220;heilige Gral&#8221;, den wir im Leib Christi heutzutage so dringend wiederentdecken müssen. Dies ist Paulus´ gesunder und vernünftiger Rat. Er war Vorbild darin, da er mit seinen eigenen Händen arbeitete und seinen eigenen Unterhalt verdiente, so dass er die Gute Nachricht kostenlos verfügbar machen konnte. Technisch gesehen, ja, es war ihm möglich, Unterstützung zu erhalten und gelegentlich nahm er diese auch in Anspruch, doch meistens entschied er sich dagegen. Als er den Ältesten der Gemeinde von Ephesus sein letztes Grußwort aussprach, konnte er bezeugen, dass er in den drei Jahren seines Dienstes in Ephesus niemandes Gold, Silber oder Kleidung verlangt hatte, sondern den Unterhalt für sich und für seine Begleiter selbst erarbeitet hatte, um der Gemeinde keine Last zu sein. Welch ein ehrenvolles Zeugnis!</p>
<p>Wie anders waren jene falschen Apostel, die folgten; sie beanspruchten alle Unterstützung, die sie auftreiben konnten, für sich und weigerten sich zu arbeiten, aßen und tranken anderer Leute Vorräte, beraubten die Witwen und machten aus der Guten Nachricht ein Geschäft. Genau das ist es, was einige von denen, die einen &#8220;Vollzeit&#8221;-Dienst für sich beanspruchen, auch heute noch tun.</p>
<p>Unsere Vorstellung vom Dienst ist eng gefasst und schlecht definiert. Die meisten Leute haben die Auffassung, Dienst bedeutet nur eins: Predigen in einer Gemeinde. Wenn ich in einer Gemeinde predige, bin ich ein Diener Gottes. Doch wenn ich an Tischen bediene, Geschirr spüle oder in einem Büro arbeite oder andere niedere weltliche Dinge tue, bin ich kein richtiger Gottesdiener. Dies ist die Denkweise, die den Menschen vermittelt wurde.</p>
<p>Als Pastor war es meine Aufgabe, an Pastorenkonferenzen und Zusammenkünften teilzunehmen. Nach den allgemeinen Begrüßungen war die erste Frage an neu Hinzugekommene NICHT, wie viele Menschen in ihrer Gemeinde in der Gnade und Weisheit Jesu Christi wachsen würden, sondern &#8220;Wie viele Leute hast du im Sonntagsgottesdienst?&#8221; Die zweite Frage, die wir stellten war: &#8220;Bist du in Vollzeit oder Teilzeit tätig?&#8221; Die Größe deiner Gemeinde und dein Status als Vollzeit- oder Teilzeitpastor gaben dir deinen Platz in der Hackordnung. Mir fiel auf, dass Pastoren mit großen Gemeinden und Vollzeitdienst üblicherweise den Vorrang hatten, wenn es um Leiterschaftspositionen innerhalb des Bündnisses ging.</p>
<p>Einer dieser erfolgreichen Pastoren hielt einmal eine Rede und &#8220;ermutigte&#8221; diejenigen von uns, die kleine Gemeinden hatten mit den Worten: &#8220;Gott ist auch mit euch.&#8221;</p>
<p>Doch ich bemerkte, wann immer diese Pastoren sich trafen, sprach jeder davon, wie schwer sie es hätten und wie sie um das nackte Überleben kämpften. Je größer die Gemeinde war, desto angespannter schien der Pastor. Sie liefen umher mit dem Gewicht der ganzen Welt auf ihren Schultern und versuchten mit all diesen Problemen fertig zu werden. Sie waren selbst so in einem Netz verfangen und steigerten sich in ihre eigenen Belange hinein, bis sie wie erstarrt wirkten. Ich kam von diesen Treffen immer zutiefst depremiert nach Hause.</p>
<p>Ich fing an zu überlegen, was falsch ist an diesem Bild. Warum strebe ich danach, so etwas vollzeitlich zu tun. Warum versuche ich, innerhalb dieser Gruppe von Nervenbündeln, vorwärts zu kommen? Was erreiche ich damit, außer noch mehr Probleme und Stress? Wie konnten wir uns so weit vom Neuen Testament entfernen? Warum sind wir so besorgt um Zahlen und Größe, wenn wir nicht in dem Kleinen treu sind, das wir zu Beginn haben? Warum nehmen so viele Pastorenehefrauen Anti-Depressiva? Warum haben so viele Kinder von Pastoren ernstliche Probleme? Was tue ich hier? Wie wird meine Familie in zwanzig Jahren aussehen? Dies war der Anfang eines Prozesses, in dem Gott mein Verständnis vom Dienst grundlegend veränderte. Es war der Anfang vom Ende meiner Karriere als Prediger der organisierten Religion. Ich gab meinen kleinen unbedeutenden Dienst auf und nahm meinen Platz bei der Einen Herde unter dem Einen Hirten ein. Ich bereue diese Entscheidung nicht, denn was ich empfing ist viel großartiger als das, was ich aufgegeben habe.</p>
<p>das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus</p>
<p>Freunde, die Situation, wie ich sie beschrieben habe, ist nicht so wie Gott den Dienst beabsichtigt hat. Ich habe gelernt, dass es etwas gibt, das das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus genannt wird (Römer 8:2). Ich habe es in Aktion gesehen und ich weiß, wann es im Leben eines Menschen wirkt und wann nicht. Ich kann in mich selbst hinein sehen und weiß sofort, ob ich mit diesem Leben kooperiere oder nicht. Ich danke Gott dafür, dass er mich dies gelehrt hat und bete, dass er uns allen Einsicht in dieses Leben gewährt, denn es wird Gefangene freisetzen. Lasst mich erklären, in welchem Verhältnis das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus zu unserer Arbeit und unserem Dienst im Herrn steht. Es lässt sich alles zu diesem Grundsatz zusammenfassen: Gott wird dich nirgendwo HINFÜHREN, wo seine Gnade dich nicht ERHALTEN kann. Wenn wir nämlich das Werk in Angriff nehmen, das uns vom Herrn zugewiesen wurde, werden wir erkennen, dass das Leben des Herrn gegenwärtig ist, um uns alle innere geistliche Stärke zu geben, die wir brauchen, um dieses Werk zu Ende zu führen. Ich sage nicht, dass alles glatt gehen wird und wir niemals irgendwelche Selbstzweifel oder Furcht haben werden. Weit gefehlt. Doch hört mal was Paulus sagt:</p>
<p>&#8221; Wir werden allenthalben bedrängt, aber nicht erdrückt; wir kommen in Verlegenheit, aber nicht in Verzweiflung; wir werden verfolgt, aber nicht verlassen; wir werden niedergeworfen, aber wir kommen nicht um&#8221; (2. Korinther 4:8-9) Sein Geheimnis? &#8220;Das ist das Ziel meiner Arbeit, dafür kämpfe ich und mühe ich mich ab. Christus, der mit seiner Macht in mir wirkt, schenkt mir die Kraft dazu.&#8221; (Kolosser 1:29) Nicht ich, sondern Christus. Das ist das Geheimnis des Christenlebens und der Schlüssel zu aller fruchtbaren geistlichen Arbeit.</p>
<p>Der Mehrzahl von Menschen im christlichen Dienst erhalten Methoden, Pläne, Formeln, Bücher, Kassetten, Seminare, Konferenzen, Unterricht und Schulungen, damit sie ihren Dienst erfüllen können. Es gibt zurzeit mehr Pastoren als Gemeinden, denen sie vorstehen könnten. Diese jungen Menschen, frisch weg vom Studium, sitzen herum und warten auf die Gründung einer Gemeinde, in die sie kommen und ihren Dienst beginnen können. Sie warten auf den Tag, an dem sie alles, was sie gelernt haben, in die Praxis umsetzen können. Was passiert, wenn sie denn endlich ausgewählt werden, ihre erste Gemeinde zu leiten? Sie bringen die ganze Geschichte durcheinander.</p>
<p>Ich habe mit solch einem jungen Mann zusammengearbeitet. Ich kann aufrichtig sagen, heute liebe ich ihn, aber damals, als wir zusammen arbeiteten, war ich bei mehr als einer Gelegenheit kurz davor ihm körperlich wehzutun. Und ich bin sicher, er brachte mir die gleichen Gefühle entgegen! Er war intelligent, konnte sich gut ausdrücken und war gebildet. Er war in seiner Auffassung von Dienst total engagiert. Wir können sein Herz nicht beurteilen, doch wir können uns die Frucht seines Pastorenamts ansehen und all die verletzten Menschen als Ergebnis seiner besten Absichten und Bemühungen. Nachdem er eine ausreichende Anzahl von Leuten vertrieben und die gesamte Gemeinde und den Mitarbeiterstab in Aufruhr versetzt hatte, geriet er unter solch einen Druck, dass sein Körper rebellierte und er drei Wochen lang krank war. Plötzlich fühlte er sich &#8220;berufen&#8221; das Angebot einer anderen Gemeinde in einem anderen Bundesland anzunehmen und wir können nur beten, dass er dort nicht dieselben Fehler machen wird.</p>
<p>Was fehlt? Wie ist die Gemeinde in einen solch traurigen Zustand geraten? Wir geben Menschen eine Methode, doch Gott möchte, dass wir mit seinem Leben kooperieren, das durch uns wirkt. Hier geht es um eine geistliche Angelegenheit. Das kann nicht in einem Klassenzimmer vermittelt werden. Menschen können nicht eine Gebühr bezahlen und einen Abschluss bekommen und sagen, sie seien nun bereit, die Herde zu hüten. Tausendmal nein!</p>
<p>FANGE DEINEN DIENST HEUTE AN</p>
<p>Wenn jetzt irgendwer zu mir kommt und meinen Rat sucht in Bezug auf in den Dienst &#8220;gehen&#8221;, versuche ich zuallererst alle ihre Vorstellungen vom Dienst umzuwerfen und mit ihnen darüber zu sprechen, wie man ein Diener wird, sich auf den Rücksitz setzt, verborgen vor den Blicken, sich selbst erniedrigt und die Kunst des Füreinander-Daseins ausübt.</p>
<p>Der Dienst des Füreinander-Daseins erfordert kein Podium, keine Kanzel, Gebäude, Budget oder Gremium. Du kannst sofort beginnen, ohne Schulung und ohne Erfahrung; und du musst auch nicht deinen Job aufgeben oder etwas ähnlich Dramatisches tun. Du kannst nicht hinein- und auch nicht hinausgewählt werden. Das Leben, das du besitzt, qualifiziert dich zu einem Vollzeitdienst des Füreinander-Daseins. Deine Wunden sind dein Befähigungsnachweis. Du kannst gleich jetzt zu deinen Brüdern und Schwestern gehen und sagen: &#8220;Der Herr hat mich in den Dienst berufen, und ich fange heute damit an.&#8221; Liebe die Geheiligten, bete für sie, ermutige sie und diene ihnen. So oft konnten wir schon Personen beobachten, die behaupteten, sie wären zu irgendeinem großen Werk berufen, doch sie haben die grundlegenden Prinzipien des Füreinander-Daseins vernachlässigt. Es gibt keinen Konkurrenzkampf um die niedrigste Position, also lasst uns alle, die wir den Herrn lieben, zuerst dorthin gehen und ein Diener werden.</p>
<p>Was also, wenn du nicht lehren, predigen oder singen kannst? Besteht das Werk des Herrn nur daraus? Wohl kaum. Du könntest einen Dienst der Bestätigung und Bejahung beginnen. Mach es einfach zu deiner Aufgabe jeden zu ermutigen, den du triffst und sie so aufzubauen im Herrn. Die meisten Menschen reißen sich gegenseitig runter, also mache es dir in Gott zum Vorsatz, dass du die Gemeinde bei jeder sich bietenden Gelegenheit aufbauen und ermutigen wirst. Lege dir eine Liste mit Adressen an und sende den Menschen auf deiner Liste öfters eine kleine Botschaft zu. Dies ist ein ganz simpler Weg anzufangen. Die Möglichkeiten sind endlos!</p>
<p>Ihr seht, der Dienst ist nicht irgendeine großartige, tiefschürfende und außergewöhnliche Sache, sondern nur gewöhnliche Dinge auf ungewöhnliche Weise verrichtet.</p>
<p>In welchem Alter oder geistlichen Wachstumsstadium wir uns auch immer befinden mögen, wir sind zum Dienst des Füreinander-Daseins berufen. Es ist eine lohnende Berufung. Lasst uns einfach in Liebe vorwärts gehen und fleißig gemäß dem Gesetz des Lebens in Christus arbeiten (nicht in unserer eigenen Kraft) und es wird uns wohl ergehen. Lasst uns lernen, Gelegenheiten wahrzunehmen und die Zeit auszukaufen. Die Diener sind nicht größer als ihr Meister, doch sollten die Diener danach streben, es ihrem Meister gleichzutun. Ich bete, dass der Herr noch mehr Diener als Ergebnis dieser Worte aufstehen lassen wird. Amen. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die fehlende Zutat</title>
		<link>https://theschoolofchrist.org/die-fehlende-zutat</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chip Brogden]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 10:28:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>von Chip Brogden Ich aber will sehr gerne Opfer bringen und geopfert werden für eure Seelen, sollte ich auch, je mehr ich euch liebe, desto weniger geliebt werden! 2. Kor. 12:15 Neben dem Gebet, ist kein anderes Thema mehr besprochen und weniger praktiziert worden als das Thema der gegenseitigen Liebe. Wir alle wissen, dass wir [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>von Chip Brogden</p>
<p>Ich aber will sehr gerne Opfer bringen und geopfert werden für eure Seelen, sollte ich auch, je mehr ich euch liebe, desto weniger geliebt werden! 2. Kor. 12:15</p>
<p>Neben dem Gebet, ist kein anderes Thema mehr besprochen und weniger praktiziert worden als das Thema der gegenseitigen Liebe.</p>
<p>Wir alle wissen, dass wir einander lieben sollen. Wir haben es tausend Mal gepredigt gehört. Doch es gibt einen Unterschied zwischen den Weg zu kennen und auf dem Weg zu gehen.</p>
<p>Ich möchte gezielt über das Problem der Liebe sprechen, wo sie im Zusammenhang mit dem &#8220;Dienen&#8221; steht. Das Wort &#8220;Dienst&#8221; ist ein recht befrachtetes Wort und wir müssen nachhaken, wenn jemand dieses Wort benutzt, um herauszufinden, was derjenige wirklich damit meint. Ich denke, die meisten werden mir zustimmen, dass, was heutzutage als &#8220;Dienst&#8221; durchgeht, weit entfernt ist von dem Dienst, wie er im Neuen Testament praktiziert wurde. Und ich beziehe mich mit dieser Aussage nicht auf irgendeine praktizierte Methode oder angewandte Technik. Die &#8220;fehlende Zutat&#8221; ist nicht so etwas Oberflächliches wie Versammlungen in Hauskirchen kontra Gottesdienste in Kirchengebäuden. Wie weit sind wir in die Irre gegangen anzunehmen, dass das Geheimnis des Lebens des Neuen Testaments in dieser oder jenen Weise zu finden ist, wie wir unsere Versammlungen abhalten.</p>
<p>Leiterschaft existiert in der Bibel und Leiterschaft existiert in der Gemeinde. Da führt kein Weg drumherum. Jesus zeigte uns, sowohl in Worten als auch in der Tat, dass sein Gedanke in Bezug auf Leiterschaft auf dem Dienst für Gott und dem Dienst an anderen basiert. Geistgeleitete, christuszentrierte, dienende Leiterschaft? Was macht einen geistlichen Vater aus? Was qualifiziert jemanden wahrhaftig als Apostel, Prophet, Evangelist, Pastor oder Lehrer?</p>
<p>Ihr mögt sagen, die Berufung durch Gott ist es, was qualifiziert. Möglich, doch viele sind berufen und nur wenige auserwählt. Viele sind berufen, doch sie scheitern in ihrer Antwort auf den Ruf. Man braucht mehr als eine Berufung.</p>
<p>Ihr sagt vielleicht, die von Gott verliehene Gabe ist die Qualifikation. Lasst mich euch etwas sagen, Brüder und Schwestern: Gaben sind für mich nicht länger das, worauf ich größtes Augenmerk lege. Brüder und Schwestern mit einer Gabe gibt es wie Sand am Meer. Ich sage es frei heraus. Oftmals treffe ich Leute und scheide mit dem Eindruck, eine große Gabe gesehen zu haben, dennoch hinterlassen sie ein hohles Gefühl in mir. Sie haben eine Menge Potenzial, doch ich würde ihnen nicht einmal meinen Hund anvertrauen und noch viel weniger die Sorge für Menschenseelen. Viele von diesen Leuten behaupten sich in einem pastoralen, prophetischen oder apostolischen Amt. Doch das, in sich selbst, qualifiziert eine Person nicht. Ich habe Brüder und Schwestern mit Gaben erlebt, die bar jeder Weisheit, ohne Reife und ohne jegliche geistliche Unterscheidung im Leben anderer Menschen ein Chaos angerichtet haben.</p>
<p>Vielleicht sagt ihr auch, Offenbarung von Gott ist entscheidend für eine Qualifikation. Ich glaube fest, dass Offenbarung eine Unabdingbarkeit ist, wenn man andere lehrt, denn man kann anderen nicht den Weg zu einem Ort zeigen, an dem man selbst nie gewesen ist. Doch Offenbarung ist keine Befähigung.</p>
<p>Es kam eine Zeit in meinem Leben als ich erkannte, ich war berufen und hatte Gaben und Gott hatte mir große Offenbarung gegeben, und doch fehlte mir etwas. Nun, als ich jünger war, glaubte ich, alles was man bräuchte, wäre eine Berufung von Gott und die von ihm erhaltenen Gaben. Dann fing ich an, einiges durch Offenbarung zu lernen und dachte, das wäre jetzt Gottes Siegel der Anerkennung auf mir.</p>
<p>Trotzdem konnte ich die Tatsache nicht verleugnen, dass damals, wie auch heute, außer mir jede Menge anderer Leute auf dieser Welt von Gott berufen sind, geistliche Gaben haben und sich einer reichen Fülle von Offenbarungen erfreuen. Doch Gott kann sich nicht auf sie verlassen, wo dienende Leiterschaft erforderlich ist. Sie mögen einen Titel oder einen Dienst haben, und dennoch sind sie nicht qualifiziert, weil sie nicht die fehlende Zutat haben. Mir fiel auf, ihnen mangelte es an einer Sache, und noch schlimmer, mir mangelte es an derselben Sache. Endlich entdeckte ich, woran es jedem, einschließlich mir selber, fehlte.</p>
<p>Was ist die fehlende Zutat? Die fehlende Zutat ist LIEBE.</p>
<p>Durch eine Begebenheit möchte ich veranschaulichen, was ich meine. Ein Pastor erzählte mir, was viele Jahre zuvor zwischen ihm und seinem Co-Pastor vorgefallen war. Sie arbeiteten zusammen in der Gemeinde und glücklicherweise waren sie auch noch gute Freunde. Er erzählte, eines Tages kam sein Co-Pastor und Freund mit Tränen in den Augen zu ihm und sagte: &#8220;Du bist der beste Prediger und Lehrer der Heiligen Schrift, den ich je in meinem Leben gehört habe. Doch du liebst Menschen einfach nicht.&#8221; Als der Pastor mir dies erzählte, hatte er ebenfalls Tränen in den Augen. Für ihn war es eine mächtige Ermahnung gewesen und uns ist es eine wichtige Lektion. Wir können berufen und voller Gaben und Offenbarung sein und dennoch das Ziel verfehlen, weil wir mit anderen Menschen nicht in Liebe wandeln.</p>
<p>Wir könnten nun zu vielen Beispielen im Neuen Testament gehen, wo Liebe demonstriert und befohlen wird. Ihr kennt sie ebenso gut wie ich. Doch wenn ich diese kleine verborgene Schriftstelle in 2. Korinther 12 aufschlage, finde ich etwas zumeist Übersehenes. Paulus schreibt: &#8220;Ich aber will sehr gerne Opfer bringen und geopfert werden für eure Seelen, sollte ich auch, je mehr ich euch liebe, desto weniger geliebt werden!&#8221; Nun, das ist es, was eine Person qualifiziert. Dies ist die fehlende Zutat.</p>
<p>Paulus schrieb dies den Korinthern. Wie ihr wisst, hatte Paulus mehr Probleme mit der Gemeinde in Korinth als mit allen anderen zusammen. Die meisten Leute hätten aufgegeben, doch nicht Paulus. Paulus hat das Herz eines Vaters. Das ist ein echter Apostel. Das ist ein echter Pastor. Wir wissen, er war berufen, wir wissen auch, dass er Gaben hatte, und ganz sicher wissen wir, dass er eine tiefe Offenbarung besaß. Hätte er das Gefühl gehabt, mit Korinth seine Zeit zu verschwenden und den Wunsch, jemandem anderen seine Aufmerksamkeit zu schenken &#8211; wir hätten es verstanden.</p>
<p>Doch seht ihr, diese Art des Denkens ist durch und durch fleischlich. Ich habe vor vielen Jahren etwas gelesen, was ich zunächst als Weisheit annahm, später für mich jedoch verwarf. Ein Mann schrieb: &#8220;Gehe hin, wo man dich feiert und nicht dorthin, wo du nur toleriert wirst.&#8221; Damals fühlte ich mich ganz und gar nicht geschätzt, also dachte ich, das wäre vernünftiger Rat. Doch Gott war mir gnädig und half mir zu erkennen, dass eben diese Haltung das ganze Problem des heutigen &#8220;Dienstes&#8221; ausmacht. Wir lieben Menschen, die uns lieben, und wir dienen Menschen, die uns dienen, und wir danken Menschen, die uns danken, und wenn du mir auf die Schulter klopfst, dann klopfe ich dir auf deine Schulter. Was für eine Art von Christentum ist das? Was wäre gewesen, wenn Paulus nur dorthin gegangen wäre, wo man ihn feierte und alle Orte vermieden hätte, wo er lediglich toleriert wurde? Was eine törichte Aussage, doch dies ist die überwiegende Haltung unter den heutigen &#8220;Dienern&#8221;.</p>
<p>Paulus gab uns ein Beispiel zur Befolgung. Seht nicht nur auf seine Berufung, seine Gaben und seine Offenbarung. Schaut auf sein Herz voller Liebe. Er gab alles – nicht nur für den Herrn, sondern auch für das Volk des Herrn. Und dieses bestand aus einem Haufen fleischlicher, undankbarer Leute. Und trotzdem zeigt sich das Herz eines Vaters. Dies ist der Grund, warum er Autorität besaß. Ich sage euch, diese Autorität lag nicht in seinem Titel, seiner Position, oder seinem Status als Gemeindegründer. Seine Autorität lag auch nicht in seiner Berufung, Gabe oder Offenbarung. Seine Autorität lag in der Liebe, die er im Überfluss hatte.</p>
<p>Damit keine Missverständnisse aufkommen: ich bin dort noch nicht angekommen. Ich kämpfe immer noch damit, ein guter Bruder, und noch viel mehr, ein geistlicher Vater mit reichlich Liebe für alle zu sein. Ganz klar habe ich noch einen weiten Weg vor mir, doch sehe ich nun die fehlende Zutat und folge der Liebe nach. Wie steht es mit euch?</p>
<p>Wisst ihr, die Tage, in denen eine Person nur &#8220;auftrat&#8221;, um ihre Gaben auszuüben und ihr Veranstaltungsding durchzuziehen, gehen nun rasch dem Ende zu. Ich habe mich dessen schuldig gemacht, ich denke ein jeder von uns hat es entweder getan oder zugesehen, wie andere es tun. Ist es das, was Jesus uns zu tun geheißen hat? Sind wir auf diese Weise ein Beispiel? Einige Versammlungen abhalten, ein paar Gespräche führen, Hände schütteln und nach Hause gehen? All das bedeutet rein gar nichts, wenn wir einander nicht lieben. Es ist alles tönendes Blech und klingelnde Schellen.</p>
<p>Paulus sah sich selbst als Vater, der für die Nöte seiner Kinder sorgt. Er trat direkt in das Herz Gottes ein, denn das ist genau die Weise wie Gott es sieht. Deshalb war Paulus in der Lage, sie mehr zu lieben, obwohl sie ihn weniger liebten. Für diese Art von Leiterschaft gibt es im Leib Christi unserer Tage einen leeren Raum. Wir haben Leute, die nicht einmal gute Brüder und Schwestern sein können, und doch streben sie danach, geistliche Väter und Leiter, Apostel, Propheten, Pastoren und Lehrer zu sein. Anstatt Menschen MIT ihren Gaben zu dienen, erwarten sie, dass die Menschen ihnen WEGEN ihrer Gaben dienen. Es kann in so unbedeutenden Kleinigkeiten sichtbar sein, wie z.B. der reservierte Parkplatz des Pastors gleich neben der Eingangstür.</p>
<p>In den letzten Monaten habe ich gebetet: &#8220;Gott, nimm meine Berufung von mir, nimm meine Gaben weg, nimm meine Offenbarung, doch gib mir ein Herz voller Liebe.&#8221; Wirklich, Freunde, wir haben jede Menge Brüder und Schwestern mit Gaben. Doch wo sind die in unserer Generation, die Paulus, Petrus und Johannes gleichen? Wo sind die geistlichen Väter, die Leiter, die Ältesten, die, die jenen, die nachfolgen, ein göttliches Beispiel geben? Ein Beispiel wird ganz sicherlich gegeben, doch sehr oft ist es eines, das davon zeugt, was NICHT getan werden sollte.</p>
<p>Wo sind die, die sehr gerne Opfer bringen und geopfert werden wollen im Dienste Gottes und im Dienst für andere – die immer mehr lieben werden, selbst wenn sie nicht zurück geliebt werden? Ein Vater ist mehr wert als tausend Lehrer.</p>
<p>Alle, die ihr berufen seid und Gaben habt, hört mich an. Liebe ist die fehlende Zutat. Folge der Liebe &#8211; und die Berufung, die Gaben und die Offenbarung werden ihren tiefsten und vollkommenen Ausdruck finden.</p>
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		<title>Die Gefangenen des Herrn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chip Brogden]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 10:28:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>von Chip Brogden &#8220;Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingst wohin du wolltest; wenn du aber alt wirst, wirst du deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und führen, wo du nicht hin willst.&#8221; 19 Das sagte er aber, um anzuzeigen, mit welchem Tod er [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>von Chip Brogden</p>
<p>&#8220;Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingst wohin du wolltest; wenn du aber alt wirst, wirst du deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und führen, wo du nicht hin willst.&#8221;</p>
<p>19 Das sagte er aber, um anzuzeigen, mit welchem Tod er Gott preisen würde. Und als er das gesagt hatte, spricht er zu ihm: Folge mir nach! Johannes 21:18,19</p>
<p>Die meisten Christen, die zum Herrn kommen, erleben große Freude, wenn sie anfangen, ihm zu folgen. In diesem Gefühl der Freude sind sie in der Lage, mit großer Kraft zu beten. Sie können in aller Freiheit singen und anbeten. Wann immer sie die Bibel zur Hand nehmen, finden sie sofort geistliche Nahrung. Es scheint, als sprängen ihnen die Worte förmlich ins Gesicht. Alles in ihrem Christenleben geschieht ohne Anstrengung.</p>
<p>Am Anfang ihres Weges als Christen lieben es diese neuen Jünger, in der Gemeinschaft anderer Gläubigen zu sein. In die Gemeinde zu gehen oder an jeglicher Art von Dienst teilzuhaben, ist das Größte in ihrem Leben. Sie tragen Last für die verlorenen Seelen und können vor jedem, dem sie begegnen, mit großem Mut frei Zeugnis ablegen. Was ihnen an Erfahrung fehlt, kompensieren sie mit bloßem Eifer.</p>
<p>Aber seltsamerweise beginnt, nachdem sie eine Weile mit dem Herrn gegangen sind, eine Veränderung stattzufinden. Gebet wird mehr und mehr zur Pflicht. Sie können durch die Regungen von Lobpreis und Anbetung gehen, aber es scheint alles eher &#8220;trocken&#8221; zu sein. Wenn sie die Bibel lesen, finden sie nur wenig von Interesse darin. Wenn sie vorher Freude daran fanden, in die Gemeinde zu gehen, müssen sie sich nun dazu zwingen und sind eher dazu geneigt, überhaupt nicht zu gehen. Ihnen ist alle Last für verlorene Seelen abhanden gekommen und sie öffnen nur noch selten ihren Mund, um zu zeugen. Ihre bisherigen Aktivitäten erscheinen ihnen tatsächlich eher lächerlich, sogar heuchlerisch, wenn sie ihr bisheriges Sein mit ihrem jetzigen Zustand vergleichen. Möglicherweise wird ihre Gemeinde sie wohlmeinend dazu ermutigen, ihre Anstregungen zu verdoppeln, damit sie ihr gutes Gefühl zurückerlangen, aber nichts scheint zu funktionieren.</p>
<p>Sollten wir diese Christen als zurückgefallen betrachten? Haben sie ihre erste Liebe verloren? Oder hat Gott sie auch ganz einfach nur vergessen? Um es zusammengefasst in obenstehendem Wort zu sagen, diese jungen Jünger waren einst in der Lage, sich selbst zu gürten und zu gehen, wohin sie wollten. Doch nun, wo sie älter sind, werden sie von einem Anderen geführt, der sie in eine Richtung bringen will, die einzuschlagen, sie niemals selbst gewählt hätten – da dieser Weg den Tod ihres Ichs bedeutet.</p>
<p>Der schmale Pfad der Selbstverleugnung</p>
<p>Da die meisten Christen glauben, ihr geistliches Leben sei auf dem Höhepunkt, wann immer sie sich geistlich &#8220;fühlten&#8221;, gehen sie im Umkehrschluß davon aus, es sei am Tiefpunkt angelangt, wenn sie sich ungeistlich &#8220;fühlen&#8221;. In anderen Worten, so lange Gebet und Lobpreis fließen wie ein Fluß, müssen sie wohl das Richtige tun. So lange Bibellesen, in den Gottesdienst gehen und gute Werke vollbringen, Freude bereiten, meinen sie, auf dem richtigen Weg zu sein. Doch wenn sie anfangen, sich unwohl zu fühlen und ihr Weg dunkel oder trostlos erscheint, glauben sie (fälschlicherweise), daß sie etwas von ihrem Status als &#8220;kraftvolle&#8221; Gläubige verloren haben.</p>
<p>Was wir jedoch verstehen müssen, ist, daß geistliches Leben nichts damit zu tun hat, wie wir uns FÜHLEN. Doch einige Jünger haben Überlegungen wie diese:&#8221;Heute war ich in der Lage, mit der Sonne aufzustehen und mit tiefem Gefühl zu beten. Meine Andacht sprach zu meinem Herzen. Ich bin in Frieden und voller Freude. Das ist geistliches Leben!&#8221; Am nächsten Tag aber, mögen sie zu sich selbst sagen: &#8220;Heute habe ich verschlafen und konnte nicht wirklich ins Gebet hineinfinden. Meine Andacht war dürr und unbefriedigend. Ich weiß, ich bin errettet, aber ich fühle mich heute nicht besonders spirituell. Ich muß wohl mein geistliches Leben verloren haben.&#8221;</p>
<p>Brüder und Schwestern, ich kenne genügend Menschen, um zu wissen, daß das, was ich hier beschreibe, eine nicht kleine Schar von Christen betrifft, sondern, im Gegenteil, die Erfahrung vieler Gläubigen ist. Sie glauben, ihr geistliches Leben ist am stärksten, wenn sie sich geistlich fühlen und am schwächsten, wenn sie sich ungeistlich fühlen. Und dies resultiert daher, daß sie denken, der Herr will nur positive, strahlende, freudige und köstliche Dinge für sie. Die Realität ist, daß sie ein Leben der Gefühle mit einem Leben im Glauben verwechseln.</p>
<p>Die Wahrheit ist, daß, wenn wir jung sind, wir uns selbst gürten mögen und gehen, wohin wir wollen. Aber wahres geistliches Wachstum ist weniger von meinem Ich und mehr von Ihm (Joh. 3:30). Der wahre Beweis für Wachstum ist nicht, welches Gefühl wir über uns selbst haben oder was andere Leute von uns halten. Unser geistlicher Wandel ist nicht die Gesamtsumme aller unserer wunderbaren Erlebnisse und Gefühle. Wahres, echtes Wachstum ist die Abnahme des Ichs und die Zunahme Christi. Wahre &#8220;geistliche Kraft&#8221; basiert auf Schwäche, nicht auf Stärke. Wahres &#8220;geistliches Leben&#8221; ist auf Tod gegründet: &#8220;Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.&#8221; (Galat. 2:20) Wenn wir also älter werden im Herrn, dürfen wir uns nicht mehr selber führen, sondern müssen unsere Hände ausstrecken und einem Anderen erlauben, uns zu gürten und uns zu führen, wohin WIR niemals zu gehen wählen würden; wohin zu gehen für uns aber so wichtig, wie unvermeidbar ist.</p>
<p>Eine Eigenschaft &#8220;junger&#8221; Jünger ist ihre Fähigkeit, sich selbst zu gürten und zu führen. Sie empfinden es als ein Leichtes, ein- und auszugehen. Sie sind eifrig und voller guter Werke. Wenn sie eine Not sehen, sind sie sofort zur Stelle um einzuspringen. Wenn sie irgendwohin gehen möchten, gehen sie einfach. Wenn sie etwas sagen wollen, dann sagen sie es. Wenn sie etwas tun möchten, tun sie es, einfach so. Sie sind voller Pläne und Bestrebungen.</p>
<p>Damit will ich nicht nahe legen, daß das unbedingt falsch ist, doch will ich deutlich machen, daß dies nur das Anfangsstadium geistlichen Wachstums ist. Die richtige Frage ist nicht, welches Bedürfnis möchte ich stillen oder wohin möchte ich gehen, was möchte ich sagen oder was möchte ich tun. Die Frage ist: was verherrlicht den Herrn? Wann immer ICH etwas tue, das ich als geistlich und gut betrachte, ist es trotz allem mein ICH, das es tut. Oft tun wir, was uns verherrlicht – der Herr und seine Wünsche werden selten berücksichtigt. Doch wenn wir fragen, was den Herrn verherrlicht, sehen wir (zumindest in diesem Bibelwort), daß der Herr verherrlicht wird, wenn er derjenige ist, der uns gürtet und uns führt, wohin ER will, daß wir gehen – ohne Einmischung unseres Ichs.</p>
<p>Geistliche Reife bedeutet nicht, in der Lage zu sein, mehr oder weniger zu tun, geistliche Reife ist die Fähigkeit, nichts aus mir selbst heraus zu tun. Gott wird mehr verherrlicht im &#8220;Tod&#8221; meines Ichs, als in dessen &#8220;Leben&#8221;. Für Menschen ist es äußerst schwierig, dies zu erkennen. Ihnen wurde gesagt, Gott habe sie &#8220;angestellt&#8221; um für sein Königreich zu arbeiten und zu dienen. Und wenn sie nicht jede Woche etwas zu berichten haben oder &#8220;arbeiten&#8221; (so sagt man ihnen), erleidet das Reich Gottes einen Verlust. Anstelle des leichten Jochs, der leichten Last des Herrn, legt ihnen die Religion ein schwieriges Joch und eine schwere Last auf.</p>
<p>Jene, die jung sind, mögen vollkommene Freiheit haben, sich selbst zu gürten und gehen, wohin zu gehen ihnen gefällt. Aber nach einer gewissen Zeit beginnt der Herr, diese Dinge zu berühren und wir finden es zunehmend schwieriger zu leben, uns zu bewegen oder etwas aus uns selbst heraus zu tun. Unser Selbst beginnt durch Christus ersetzt zu werden, und jemand Anderer beginnt, uns zu kleiden und führt uns an Orte, an die zu gehen wir selbst nicht wünschen.</p>
<p>Gefangene des Herrns leben, obwohl gebunden, in Freiheit</p>
<p>&#8220;Ich, Paulus, der Gefangene im dem Herrn, ermahne euch&#8230;&#8221; (Eph. 4:1a)</p>
<p>T. Austin-Sparks erzählte von einer Gemeinde von Gläubigen in Manila, in den 1960ern. Die Gläubigen dort hatten ihn wiederholt genötigt, früher zu kommen, doch keine noch so große Überredungskunst konnte ihn dazu bewegen, ehe er nicht die Weisung des Herrn hierzu hatte. Als er denn endlich ankam, erklärte er, warum er sein Kommen so lange hinausgezögert hatte: &#8220;Wisst ihr, liebe Freunde, wie sind die Gefangenen des Herrn Jesus. Wir können nicht gehen, wann und wohin wir selbst gerne gehen würden.&#8221;</p>
<p>In dieser einfachen Begebenheit sehen wir anschaulich den Unterschied zwischen den &#8220;Jungen&#8221; und den &#8220;Alten&#8221;. Die Jungen sind unabhängig und frei. Wenn ihr Weg versperrt ist, machen sie sich sogleich daran, die Blockade zu durchbrechen. Sie ziehen niemals in Betracht, daß der Weg möglicherweise blockiert ist, weil sie sich noch immer selber gürten und führen. Doch diejenigen, die den Herrn kennen, sind nicht unabhängig und frei. Sie sind eingeschränkt wie Gefangene. Wie kommt das? Weil jemand Anderer entscheidet, ob sie gehen oder nicht, was sie sagen werden und was nicht und was sie tun werden und was nicht.</p>
<p>Es gibt eine Freiheit, die eigentlich überhaupt keine Freiheit ist, sondern eine Art verkleidete Gebundenheit. Viele würden sich selbst als &#8220;frei&#8221; bezeichnen, wenn es doch eigentlich klar sein sollte, daß wahre Freiheit nicht die Fähigkeit ist, zu tun und zu lassen was mir richtig und gut erscheint, sondern frei davon zu sein, meinen eigenen Willen zu tun. Denn wenn ich tue, was mir gefällt, wenn ich meinem eigenen Willen und Weg folge, bringt mich das nur in tiefere Gebundenheit.</p>
<p>Andererseits gibt es eine Gebundenheit, die eigentlich überhaupt keine Gebundenheit ist, sondern ein Art verkleideter Freiheit. Die Gefangenen des Herrn wissen etwas über diese &#8220;verkleidete Freiheit&#8221;. Indem sie ihre Arme ausstrecken, um sich von einem Anderen gürten und führen zu lassen, scheinen sie all ihre &#8220;Rechte&#8221; fortzuwerfen. Wie seltsam, denken wir, daß der Herr oftmals seine größten Botschafter in Ketten legt, im wörtlichen und im übertragenen Sinne. Doch die Gefangenen des Herrn haben mehr Freiheit in ihrer &#8220;Gebundenheit&#8221; als die meisten Menschen in ihrer &#8220;Freiheit&#8221; je erfahren.</p>
<p>Was bedeutet es, ein Gefangener des Herrn zu sein? Es bedeutet, wir gehören nicht mehr uns selbst. Wir gehören nicht mehr der Welt. Wir gehören nicht mehr der Erde. Wir gehören nicht mal mehr der Gemeinde. Wir sind ausschliesslicher Besitz des Herrn. Als Gefangene des Herrn geben wir alle unsere Rechte auf. Wir geben unsere Unabhängigkeit auf und ordnen uns Seinem Willen und Seinem Königreich in allen Dingen unter.</p>
<p>Wenn wir also neu zum Herrn kommen, glauben wir aufrichtig, daß wir ihm unser ganzes Ich geben, doch können wir nicht in Gänze erfassen, wie machtvoll unser Selbst tatsächlich ist. Wir können damit nicht in Einmal-und-für-alle-Zeit-Manier fertigwerden. Es benötigt viele Zeiten, in denen Gott handelt, damit wir die Wahrheit über den Herrn und über uns selbst erkennen. Das ist der Grund, warum mehr Hoffnung für jemanden besteht, der bereit ist, aufzugeben und alles sein zu lassen, als für jemanden, der ständig verspricht, es &#8220;morgen besser zu machen&#8221;. Erst wenn wir es versucht haben und versagen &#8211; einhundert, eintausend oder eine Million Mal – werden wir letztendlich in der Lage sein zu sagen: &#8220;Herr, endlich verstehe ich, daß ich nichts aus mir selbst heraus erzeugen kann, denn jedesmal, wenn ich es versuche, widerfährt mir nichts als Niederlage. Deshalb bin ich jetzt fertig damit! Ab jetzt geschehe nicht mein, sondern dein Wille!&#8221;.</p>
<p>Diese Worte sind nicht leicht und einfach geäußert. Jeder kann zwar diese Worte mit seinem Munde formen und ihnen mit dem Verstand zustimmen, aber allzu oft entspricht das Verhalten dem genauen Gegenteil dieses Bekenntnisses. Deshalb muß der Herr dies in langer und harter Anstrengung in uns hineinarbeiten, als Herzenshaltung und nicht als Lippenbekenntnis. Viele Christen fragen sich, warum ihre Umstände so schwierig sind. Sie wundern sich, warum Dinge niemals nach ihrem Willen zu geschehen scheinen. Sie fragen sich, warum sich alles gegen sie verschworen zu haben scheint. Ungeachtet des Risikos, die Dinge zu sehr zu vereinfachen, lasst mich sagen, der Hauptgrund hierfür ist die Absicht des Herrn, dich auf Ihn selbst zu reduzieren und dich zu seinem Gefangenen zu machen.</p>
<p>As the prisoners of the Lord we have no control over our environment, our going out, or our coming in. The truth is that control is an illusion. The Wind blows where He wishes (not where we wish), and you cannot tell where He is coming from or where He is going (cf. John 3:8). So often we think we have God, the Bible, the Church, and our Christian life all figured out. We have an answer for every situation. We have a solution for every problem. Suddenly the Wind shifts, and we realize we know nothing at all. We learn that we do not move the Wind, but the Wind moves us. This is God&#8217;s way of decreasing us and increasing Christ. We learn from experience that &#8220;apart from Me, you can do nothing&#8221; (John 15:5b).</p>
<p>Als Gefangener des Herrn haben wir keine Kontrolle über unser Umfeld, unser Ein- und Ausgehen. Die Wahrheit ist, Kontrolle ist eine Illusion. Der Wind weht, wo er will (nicht, wo wir es wollen), und du kannst nicht bestimmen, woher er kommt und wohin er geht. (Joh. 3:8) So oft denken wir, wir haben Gott, die Bibel, die Gemeinde und unser Christenleben enträtselt und verstanden. Wir haben eine Antwort auf jede Situation. Wir haben eine Lösung für jedes Problem. Plötzlich dreht sich der Wind, und wir erkennen, daß wir überhaupt nichts wissen. Wir lernen, daß nicht wir den Wind bewegen, sondern der Wind uns. Dies ist Gottes Weg, uns abnehmen und Christus wachsen zu lassen. Wir lernen aus Erfahrung, daß &#8220;wir ohne IHN nichts tun können.&#8221; (Joh. 15:5b)</p>
<p>Erhöhte Schwierigkeiten sind bezeichnend für geistliches Reifen</p>
<p>&#8220;Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.&#8221; (Lukas 9:23)</p>
<p>Das Kreuz erklärt, weshalb die Dinge zunehmend schwieriger zu werden scheinen, je weiter wir auf dem schmalen Weg gehen. Setzen wir mal voraus, wir leben nicht in Sünde und unser Herz ist gerecht vor Gott, und doch &#8220;fühlen&#8221; wir uns nicht mehr, wie wir es einst taten – bedeutet das, irgendetwas ist nicht in Ordnung? Viele Christen würden dies mit Ja beantworten, etwas müsse falsch laufen. Sollten wir dann nicht den Herrn bitten, unsere guten Gefühle wiederherzustellen? Und wieder würden viele Christen Ja sagen, irregeleitet von dem Gedanken, daß das Leben eines Christen eine ununterbrochene Abfolge geistlicher Hochgefühls-Erlebnisse sein sollte. Ganz im Gegenteil, wir sollten erkennen, daß der Herr ein Wandel im Glaube für uns vorgesehen hat, was im krassen Gegensatz zu unserem Gehen nach den eigenen Gefühlen steht.</p>
<p>In seiner Absicht, uns zu lehren, getattet uns der Herr zu Beginn unseres Trainings eine Anzahl geistlicher Erlebnisse. Oder, wenn wir es anders nicht verstehen, mögen wir auch direkt seine Stimme hören, die uns sagt, was wir tun und wohin wir gehen sollen. Aber mit der Zeit verlieren diese Erlebnisse an Häufigkeit. Warum? Weil er wünscht, daß wir mit ihm gehen ohne die Wohltat geistlicher Erlebnisse oder eines guten Gefühls oder einer deutlichen Stimme. Um mit ihm gemeinsam gehen zu können, müssen wir nun lernen, dies auf der Basis einer persönlichen Beziehung zu tun.</p>
<p>Hier liegt nämlich das Problem des Gehens nach Gefühlen. Wenn ich mich heute geistlich fühle, werde ich beten, singen, die Bibel lesen und glutvoll zeugen. Doch wenn ich mich heute ungeistlich fühle, werde ich nichts von all dem tun. Wenn wir so leben, sollte uns klar werden, daß es gleichgültig ist, ob unsere Gefühle gut oder schlecht sind, oder ob sie in guten oder gar keinen Werken resultieren. So oder so, leben wir begründet auf unserem Gefühl und nicht auf unserer Einheit mit Christus. Selbst meine &#8220;guten Werke&#8221;, ausschließlich motiviert von meinem Gefühl, sind dann in meinem Ich verwurzelt. Sie sind dann ebenso egozentrisch wie es meine schlechten Werke sind. Meine Gefühle, ob gut, schlecht oder indifferent, sind im Bereich des Ichs angesiedelt, und das Ich mit all seinen Gefühlen muß dem &#8220;Tod&#8221; übergeben werden. Das heißt nicht, daß ein Christ bar jeder Gefühle sein sollte, aber es bedeutet, daß ein Jünger des Herrn nicht von seinen Gefühlen regiert wird.</p>
<p>Dies ist die praktische Anwendung des Kreuzes. Nur Gefangene tragen das Kreuz – &#8220;freie&#8221; Menschen tun dies nicht. Jene, die sich selbst lieben, werden es nie auf sich nehmen. Denn es bedeutet, daß sie das &#8220;Todesurteil&#8221; in sich tragen. Offensichtlich &#8220;fühlt&#8221; sich das nicht gut an, deshalb werden die, die nach ihrem Gefühl leben, es als untragbar empfinden. Das Kreuz dient dem Zweck, mein Leben zu einem Ende zu bringen, damit ich durch den &#8220;Tod&#8221; hindurch auf Auferstehungsgrund gelange. Dies ist der Sinn allen Schaffens, das Gott in seinen Jüngern vollbringt. Je eher wir Gefangene des Herrn werden, desto eher werden wir seine Absichten in uns verwirklicht sehen.</p>
<p>Was bedeutet es, Gefangener des Herrn zu sein? Zuerst und vor allem, bedeutet es, unsere Freiheit aufzugeben. Es bedeutet, wir sind nicht länger frei, uns selbst zu gürten und zu gehen, wohin wir wollen. Andere mögen in der Lage sein, zu tun, was ihnen gefällt, aber Gefangene des Herrn haben diese Freiheit nicht. Andere mögen Druck machen und voranstürmen, doch unsere Zeiten und Bewegungen sind vollständig in Seiner Hand.</p>
<p>Zweitens, ein Gefangener des Herrn zu sein bedeutet, wir müssen lange Perioden der Einsamkeit akzeptieren. Wir heißen Gelegenheiten der Gemeinschaft und Freundschaft willkommen, wie sie uns begegnen, aber als Gefangene des Herrn wird oftmals von uns verlangt, Zeit allein und in Abgeschiedenheit mit Gott zu verbringen. All unsere Beziehungen müssen die Prägung des Kreuzes tragen. Das bedeutet, daß wir unsere Familie und Freunde Gott aushändigen und sie von ihm zurückerhalten. Auf diese Weise behält der Herr seine Vorrangstellung.</p>
<p>Drittens, ein Gefangener des Herrn zu sein heißt, daß wir das &#8220;Todesurteil&#8221; annehmen und unserem Schicksal ergeben sind. Wir sind nicht des Herrn Gefangene, wenn wir immer noch unsere Unschuld beteuern. Wenn wir mit dem Herrn nicht übereinstimmen, daß unser Selbst des Todes würdig ist, zögern wir das Unvermeidliche nur unnötig hinaus. Wenn wir unser Kreuz aufnehmen und gekreuzigt werden müssen, ist es besser, uns zu ergeben, wie Christus es tat, unseren Geist in die Hände des Vaters zu übergeben und unsere Köpfe in Frieden zu senken. So laßt uns den Kelch trinken, den der Vater uns gibt. Wenn wir uns wehren und protestieren, wie die beiden Übeltäter, verlängern wir unseren Todeskampf und die Soldaten müssen kommen und unsere Beine brechen. So oder so, das Kreuz bedeutet Tod. Je eher wir uns ihm übergeben, desto eher finden wir die Auferstehung.</p>
<p>Es ist eine herrliche Sache, der Gefangene des Herrn zu sein, denn in unseren Banden finden wir Freiheit. In unserer Schwachheit finden wir Stärke. In unserem Unverstand finden wir Weisheit. In unserer Armut finden wir Wohlstand. In dem wir alles verlieren, finden wir alles. Indem wir alles aufgeben, ererben wir alle Dinge. Indem wir das Todesurteil akzeptieren, finden wir das Leben im Herrn. Lasst uns unsere Hände ausstrecken und ihm erlauben, uns zu kleiden und uns zu führen, wohin er es möchte, auf eine Weise, wie wir es für uns selbst nicht wählen würden, denn das ist der schmale Weg und der Pfad des Segens, möge er auch anders erscheinen. Möge der Herr dies Wort in unseren Herzen bestätigen. Amen. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Einsam, aber nie allein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chip Brogden]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 10:28:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>von Chip Brogden Es gibt viele im Leib Christi, die sich im Übergang von &#8220;zur Kirche gehen&#8221; in &#8220;die Kirche sein&#8221; befinden. Der Herr spricht zu vielen gleichzeitig und ruft sie heraus aus den Versammlungen in traditionellen Kirchengebäuden, um sie in Hausgemeinden zu versammeln. Je mehr wir in Einklang mit dem Herrn kommen, desto unbefriedigter [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>von Chip Brogden</p>
<p>Es gibt viele im Leib Christi, die sich im Übergang von &#8220;zur Kirche gehen&#8221; in &#8220;die Kirche sein&#8221; befinden. Der Herr spricht zu vielen gleichzeitig und ruft sie heraus aus den Versammlungen in traditionellen Kirchengebäuden, um sie in Hausgemeinden zu versammeln. Je mehr wir in Einklang mit dem Herrn kommen, desto unbefriedigter und unwohler wird uns bei vielem werden, das in Seinem Namen gesagt und getan wird. Und doch gibt es eine unbehagliche Pause zwischen dem Platz, an dem wir einst standen und dem, wozu wir berufen sind. Es ist eine einsame Zeit, in der wir von vielen missverstanden werden, die nicht sehen, was wir gesehen haben.</p>
<p>Was Gott vielen von uns einprägt, die wir uns zwischen der Gemeinde als Gebäude und der Gemeinde als Lebensstil befinden ist, wie man ALLEINE geht. Wir sollen nicht aufgeben, uns miteinander zu versammeln, sofern es uns möglich ist; doch möchte Gott, dass wir lernen, Gemeinschaft mit Christus zu haben, auch wenn dies bedeutet, den einsamen Weg zu nehmen.</p>
<p>Oftmals ist das Verlangen, andere &#8220;gleichgesinnte Gläubige&#8221; zu finden, kein geistliches Verlangen. Vielmehr ist es unsere Emotion, unsere Seele, die sich danach sehnt, mit Leuten zusammen zu sein, die uns verstehen. Wir dürfen nicht unser Leben (griechisch: Seelenleben) lieben und müssen willens sein, eine gewisse Zeit ohne den Trost und die Gemeinschaft unserer Brüder und Schwestern auszukommen, wenn Gott uns zu Gemeinschaft mit Ihm selbst ruft. Wenn es für uns ein MUSS ist, in der Begleitung von anderen Brüdern und Schwestern zu sein, um Christus zu empfinden, verweilen wir nicht in IHM, wie wir es sollten.</p>
<p>In vielen Gegenden dieser Erde ist es, bedingt durch Verfolgung, Brüdern und Schwestern in Christus nicht möglich, sich zu treffen. Ganz sicher würden sie das gerne, wenn sie könnten, doch wenn das nicht machbar ist, wie gelingt es ihnen dann, die Gemeinschaft und den Anschluss zum Leib Christi beizubehalten, ohne die Möglichkeit sich zu versammeln? Nun, sie müssen die Gemeinschaft mit Christus kennen. In ihm bleibend, verbunden mit dem Haupt, behalten sie die Einheit mit dem Rest des Leibes bei.</p>
<p>Einige werden sagen: &#8220;Wir werden nicht verfolgt. Wir haben die Freiheit, uns zu versammeln. Sollten wir nicht die Vorzüge unserer Freiheit als Christen nutzen und jede Gelegenheit zur Versammlung wahrnehmen?&#8221; Die Antwort ist Ja, wir sollten Gott für unsere Freiheit danken und das Beste daraus machen. Doch meine Frage an dich ist die: wie wird dein geistlicher Zustand aussehen, wenn diese Freiheit nicht länger gegeben ist? Hast du die inneren Ressourcen um im Zustand des Verweilens in Christus zu bleiben, oder ist deine Brauchbarkeit für Gott eingeschränkt durch dein Bedürfnis nach Gemeinschaft mit anderen? Kannst du den Anschluss an den Leib beibehalten, wenn du isoliert bist, oder wirst du schwach werden und abfallen? Manche sind in der Lage, einen sanften Geist zu behalten, solange sie in Gemeinschaft mit anderen Gläubigen sind. Doch wenn Gott es zulässt, dass diese Gemeinschaft unterbrochen wird, kann man zuschauen, wie rasch dieser sanfte Geist herb wird. Sie werden ihren ärmlichen Zustand sogar erkennen und Dinge sagen wie: &#8220;Mein Stimmung ist fürchterlich geworden. Das kommt davon, dass ich nicht mehr in der Gemeinde gewesen bin. Ich muss am Sonntag unbedingt wieder hin.&#8221; Dann werden sie wieder zum Gottesdienst gehen, sich aufgebaut fühlen und der sanfte Geist kehrt zurück. Traurigerweise ist das die Erfahrung einer Mehrheit von Menschen, die nicht gelernt haben, Christus als ihr Leben anzunehmen. Ist das Wandeln im Geist? Ist es nicht.</p>
<p>Es ist wahr, &#8220;wo immer zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind, bin Ich mitten unter ihnen.&#8221; Preis sei Gott für solch eine Wahrheit. Gleichermaßen wahr ist, &#8220;Ich bin allezeit mit DIR (Singular).&#8221; Wir brauchen keine allein umherziehenden Christen zu sein, die nicht die Gemeinschaft mit anderen Gliedern des Leib Christi suchen. Gleichzeitig können wir es aber auch nicht zulassen, dass die Abwesenheit solch einer Gemeinschaft uns mutlos und depremiert macht, sollte sie uns denn entzogen werden. Wenn uns das veranlasst abzufallen, ist vielleicht der Grund, warum Gott es zulässt, dass wir Zeiten der Einsamkeit durchlaufen der, dass wir so auf Christus als unsere Gemeinschaft &#8220;beschränkt&#8221; werden.</p>
<p>Wenn wir uns an einem solchen Ort wiederfinden, lasst uns nicht zu eilig nach anderen Ausschau halten, bevor wir nicht die Vorteile der Zweisamkeit mit Gott genossen haben. Lasst uns daran denken, dass der Leib Christi ein geistlicher Leib ist. In der physischen Gegenwart anderer Glieder dieses Leibes zu sein, macht uns nicht mehr zu einem Glied, und aus der physischen Gegenwart dieser Glieder entfernt zu werden, lässt uns nicht weniger ein Glied des Leibes sein. Für die, die sich als eine Institution versammeln, gilt genau das Gegenteil; ohne ihre physische Anwesenheit und den Rückhalt verlieren sie ihren Platz als Glieder. Doch nicht so im Leib Christi, der Gemeinde. Wir sind nicht mehr und nicht weniger (Mit)glied aufgrund des physischen Kontakts zu den anderen Gliedern oder dessen Mangel.</p>
<p>Gelegentlich mag es uns auch nach Gemeinschaft dürsten, nicht so sehr, um den Leib zu erbauen, sondern um selbst erbaut zu werden – eine Einstellung, die wir aus der Zeit mitgeschleppt haben, als wir zum Gottesdienst gingen, um uns ein-, zweimal die Woche &#8220;füttern&#8221; zu lassen. Wenn dies der Fall ist, ist es kein Wunder, dass Gott uns dazu bringt, allein zu Ihm als unsere Erbauung zu schauen und uns lehrt, uns an Ihn zu drängen, bevor er uns in nahe Berührung mit anderen bringt. Ein Schwachpunkt der institutionalisierten Kirche ist, dass die Mehrheit der Mitglieder kommt, um zu empfangen, um sich aufbauen und ermutigen zu lassen und um gefüttert zu werden. Es dreht sich alles um &#8220;nehmen&#8221; und nur wenig um &#8220;geben&#8221;. Infolgedessen ist nur wenig Leben vorhanden.</p>
<p>Wenn wir lernen, uns auf Christus als unsere Quelle zu verlassen, werden wir in großer Fülle an andere abgeben können. Gemeinschaft mit anderen kann nicht unser tägliches Verbleiben in Ihm ersetzen. Wenn wir uns im Namen des Herrn versammeln, und doch außerhalb Christus sind, werden wir jede Menge religiöses Betreiben haben, doch nur wenig Leben, um es miteinander zu teilen. Gott möchte, dass wir auf Seinen Sohn als unser Leben schauen, und indem wir das tun, erleben wir, dass unser Bedürfnis gestillt wird. Dann, wenn wir uns versammeln, sind wir Geber und nicht Nehmer, und bei allem Austeilen aus Christus heraus, erhalten wir die Segnung, die wir suchten.</p>
<p>Lasst uns von ganzem Herzen zu Christus hindrängen und nicht entmutigt sein, wenn wir uns zeitweilig ohne die Gemeinschaft und den Trost unserer Brüder und Schwestern befinden. Obwohl wir einsam sind, sind wir doch nie allein.</p>
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		<title>Entfliehe der Kirchlichkeit</title>
		<link>https://theschoolofchrist.org/entfliehe-der-kirchlichkeit</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chip Brogden]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 10:28:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>von Chip Brogden Es ist wichtig, dass wir klar zwischen der wahren Kirche (der Ekklesia) und der institutionalisierten Kirche, der organisierten Religion oder Religion im Allgemeinen unterscheiden. Am einfachsten finden wir einen Anfang, wenn wir darüber sprechen, was organisierte Religion nicht tun kann. Organisierte Religion kann kein Leben gewähren. &#8220;Und darin besteht das Zeugnis, daß [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>von Chip Brogden</p>
<p>Es ist wichtig, dass wir klar zwischen der wahren Kirche (der Ekklesia) und der institutionalisierten Kirche, der organisierten Religion oder Religion im Allgemeinen unterscheiden. Am einfachsten finden wir einen Anfang, wenn wir darüber sprechen, was organisierte Religion nicht tun kann.</p>
<p>Organisierte Religion kann kein Leben gewähren.</p>
<p>&#8220;Und darin besteht das Zeugnis, daß uns Gott ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohne. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.&#8221; (1. Johannes 5:11,12)</p>
<p>Im Gegensatz zur allgemeinen Ansicht lebt der Herr Jesus Christus nicht innerhalb der Matrix organisierter Religion. Die Ekklesia, wie auch unser Herr, ist vollkommen anders. Ich kann es euch ohne jeglichen Zweifel beweisen. Können wir einer &#8220;Kirche&#8221; beitreten? Ja, wenn wir den Satzungen und Anforderungen entsprechen. Können wir der Ekklesia beitreten? Nein, in sie müssen wir hineingeboren werden. Oder um es genauer zu sagen, wir müssen in sie hinein wiedergeboren werden. Es ist keine Frage des Beitretens oder des Nichtbeitretens, sondern die Frage: Leben haben contra kein Leben haben. &#8220;Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.&#8221;</p>
<p>Manche glauben irrigerweise, Jesus habe eine Bewegung gegründet oder eine neue Religion geformt. Nein, die Welt hatte bereits Bewegungen und Religionen und sollte sie auch im weiteren Verlauf der Geschichte haben. Es lag nicht in seiner Absicht, eine neue Religion zu gründen. Was brachte er uns? Was gab er der Welt? Er gab uns sich selbst als unser Leben.</p>
<p>Mohammed, Buddha, Konfuzius oder Sokrates mögen uns gute Lehrsätze bringen und uns etwas zu moralischer Vortrefflichkeit und religiöser Philosophie zu sagen haben. Dazu mag das eine oder andere im weiteren Sinne als Unterstützung in Bezug auf die Humanität dienen. Doch Jesus ist anders: Er bringt uns sich selbst als unser Leben. Es ist nicht so, dass er uns lediglich einige Lehren übertragen und gewisse Tugenden in die menschliche Rasse eingebracht hat, bevor er wieder in den Himmel hinauf genommen wurde. Es geht weit darüber hinaus, als dass er nur ein Beispiel für uns ist, dem wir folgen sollen, der Standard, nach dem unsere Moral gemessen wird, da wir ängstlich flüstern: Was würde Jesus tun? Nein, ER SELBST kam, um unser Leben zu sein. Er ist Retter und Rettung. Er ist Erlöser und Erlösung. Er ist Heiler und Heilung. Er ist Spender des Lebens und er ist das Leben.</p>
<p>In IHM ist Leben, denn er IST Leben. Alle, die in ihm sind, besitzen Leben, und das Leben besitzt sie. Das Leben ist in dem Sohn, der Sohn ist in mir und ich bin in dem Sohn. Wir teilen uns ein gemeinsames Leben. &#8220;Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm.&#8221; (1. Korinther 6:17)</p>
<p>Alle, die Leben besitzen, werden in ihrer Gesamtheit die Ekklesia genannt, die Gemeinde, der Leib Christi. Die einzelnen Glieder der Ekklesia werden Christen genannt. Sie sind die, welche in Christus sind. Sie bleiben in ihm, und er bleibt in ihnen.</p>
<p>Du fragst vielleicht, ist ein Christ nicht jemand, der dies oder jenes glaubt oder sich so oder so verhält? Unsere Antwort ist, dass sie wohl dies oder jenes glauben bzw. sich so oder so verhalten, doch der Glaube oder das Verhalten, wenn sie auch bei der Identifizierung helfen, sind es nicht, was sie zu Christen macht. Es ist das Leben. Sicherlich, Christen haben ein Kernsystem von Glaubensgrundsätzen und Praktiken. Doch das charakteristische Merkmal eines Christen ist Leben. Es ist noch nicht einmal &#8220;der Herr meines Lebens&#8221;, was auf etwas außerhalb von Ihm hinweist, über das ich noch die Kontrolle habe; es ist &#8220;der Herr ALS mein Leben&#8221;.</p>
<p>Organisierte Religion bringt intellektuelles Christentum. Es kann nicht Leben geben. Was meine ich mit intellektuellem Christentum? Es ist das ABC-Evangelium. Vielleicht habt ihr schon davon gehört. Erlösung wird in drei einfachen Schritten erlangt: &#8220;A&#8221; steht für &#8220;anerkenne, dass du ein Sünder bist&#8221;, &#8220;B&#8221; steht für &#8220;bereit sein zu glauben, dass der Herr Jesus dich retten kann&#8221; und &#8220;C&#8221; steht für &#8220;Christus als deinen persönlichen Retter bekennen&#8221;. Was stimmt daran nicht? Ganz einfach: es ist kein Leben darin enthalten. &#8220;ABC&#8221; wird uns nicht retten. Durch &#8220;ABC&#8221; findet keine Begegnung mit Jesus statt, der allein Leben ist. Es ist nur eine intellektuelle Akzeptanz und Bestätigung dessen, was als &#8220;Drei einfache Schritte&#8221; präsentiert wird – ich glaube das, ich sage es und das macht mich zum Christen, richtig? Nein, es macht dich nur religiös. Es gibt viele Menschen, die &#8220;Religion&#8221; bekommen, doch sie bekommen nicht Jesus.</p>
<p>Organisierte Religion hat das Christentum dazu gebracht, sich zum Kirchenwesen zu wandeln, mit einem Evangelium, das einfach zu glauben, dessen Ausleben aber ungleich schwieriger ist.</p>
<p>Organisierte Religion kann Doktrine, Lehre und einen Glauben bringen. Einiges davon mag moralisch vorzüglich und gut sein. Manches mag sogar biblisch klingen, wie &#8220;Drei leichte Schritte&#8221;. Nichtsdestotrotz kann organisierte Religion kein Leben gewähren. Warum? Weil sie kein Leben hat, welches sie geben könnte. Jesus Christus ist das Leben. Und Jesus lebt nicht in dieser Matrix der organisierten Religion. Er gibt sich SELBST. Wie kann irgendein Mensch, eine Organisation oder eine Bewegung von sich selbst behaupten, einen anderen Menschen herzuschenken, und noch viel weniger, das Leben von Jesus Christus selbst zu gewähren? Nur Jesus selbst kann sich als unser Leben geben.</p>
<p>Ihr seht also, das äußerste, was irgendjemand von uns tun kann ist, Menschen zu Jesus als alleinige Quelle des Lebens weisen. Sie mögen durch uns mit diesem Leben in Kontakt kommen, doch wir können ihnen kein Leben geben. Zu denen, die der organisierten Religion verpflichtet sind, ruft Jesus aus: &#8220;Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, darin das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir zeugen. Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen.&#8221; (Johannes 5:39,40) Kommt zu mir! – nicht: &#8220;Prägt euch diese Drei leichten Schritte ein und besucht am Sonntag die Kirche eurer Wahl.&#8221; Kommt zu MIR! Er ist Leben.</p>
<p>Die Kirche oder auch Gemeinde, die Ekklesia des Herrn, ist die Synthese von Individuen, die die Offenbarung Jesu haben und die zu ihm gekommen sind, um ihn als ihr Leben zu empfangen. An dieser Stelle beginnt die Konfusion. Fix verwenden wir den Begriff &#8220;Kirche&#8221; oder &#8220;Gemeinde&#8221; um Dinge zu beschreiben, die nicht die Ekklesia des Herrn sind. Ein Gebäude, das religiösen Zusammenkünften gewidmet ist, wird &#8220;Kirche&#8221; genannt. An religiösen Veranstaltungen teilzunehmen, nennt man &#8220;zur Kirche gehen&#8221;. Eine gute Botschaft oder gute Musik hören während einer religiösen Zusammenkunft, wird &#8220;Gemeinschaft haben&#8221; genannt (ein bekannter Liedtext sagt &#8220;lasst die Musik ertönen, lasst uns Gemeinschaft haben!&#8221;) Ein Mitglied einer gemeinnützigen Organisation zu werden, der ein Gebäude gehört, das religiösen Zusammenkünften gewidmet ist, wird &#8220;Kirchenbeitritt&#8221; genannt. Verantwortung als Gründer oder gewählter Leiter einer solchen Organisation zu tragen, heißt &#8220;einer Kirche vorstehen&#8221;. Erweiterungen an dem Gebäude vorzunehmen, das religiösen Zusammenkünften dient oder die Mitgliederzahl einer gemeinnützigen Organisation zu erhöhen, wird als &#8220;Kirchenzuwachs&#8221; oder &#8220;Gemeindewachstum&#8221; bezeichnet.</p>
<p>Warum sind wir so geist- und wortreich? Warum wählen wir unsere Ausdrucksweise so sorgfältig? Aus Gründen der Bequemlichkeit oder auch Gleichgültigkeit ist es den Menschen zur Gewohnheit geworden &#8220;Kirche&#8221; zu sagen anstatt &#8220;eine gemeinnützige Organisation, der ein Gebäude gehört, das religiösen Zusammenkünften gewidmet ist&#8221;. Für welche Nomenklatur sich der einzelne auch entscheiden mag, wir ziehen eine Linie und machen eine klare Unterscheidung zwischen &#8220;Die Kirche (Gemeinde)&#8221; und &#8220;Kirche&#8221;, in der Hoffnung, den Unterschied zwischen dem, was Menschen für gewöhnlich &#8220;Kirche&#8221; nennen und dem, was der Herr als &#8220;die Gemeinde&#8221; bezeichnet, deutlich zu machen. Wie vorstehend aufgezeigt, ist vieles von dem, was wir als Kirche oder Gemeinde bezeichnen, lediglich organisierte Religion. Es ist nicht die Ekklesia des Herrn.</p>
<p>Wir sehen die Dinge so, wie man uns gelehrt hat sie zu sehen; wir sehen die Dinge nicht, wie Gott sie sieht. Es ist sehr einfach, Dinge in den Begriffen organisierter Religion zu bestimmen und zu beschreiben, weil es irdisch, weltlich und natürlich ist. Fragt die Leute auf der Strasse. Was ist Kirche? – Na ja, es ist das Gebäude dort, mit dem Kirchturm. Was ist ein Pastor? – Der, der auf der Kanzel steht und predigt. Was ist ein Christ? – Das sind die Leute, die oft ihre Bibel lesen, viel beten und ständig in die Kirche gehen&#8230; na, eben gute Werke tun und so. – Ihr seht, wie einfach definierbar es ist. Es ist greifbar, konkret. Darauf können wir unsere Hände legen.</p>
<p>Doch die Realität ist, das alles, was die Ekklesia, den Leib Christi ausmacht, geistlich ist und somit unsichtbar für das nackte Auge. Es ist nicht körperlich. Es kann nicht in Geld und Statistiken gemessen werden. Nun stellt jemandem, der es besser weiß, die gleichen Fragen. Was ist Kirche? &#8211; Die Kirche, die Ekklesia, ist eine Verbindung von Individuen, die die Offenbarung Jesu haben und zu ihm gekommen sind um ihn als ihr Leben in Empfang zu nehmen. Wo finde ich das? Wonach muss ich Ausschau halten? – Das kannst du nicht, das wäre, als würdest du versuchen, den Wind in der Hauptstrasse Nr. 101 zu finden. Es ist außerhalb geografischer Beschreibung; es ist überall und nirgendwo. Was ist ein Pastor? – Jemand, der dazu berufen ist, die Schafe des Herrn zu weiden als Hirte unter dem einen großen Hirten. Hm, meinst du Predigen? – Nein, nicht unbedingt oder ausschließlich. Du meinst einen Theologieprofessor? &#8211; Nein, nicht wirklich. Na ja, egal&#8230; aber was ist ein Christ? – Oh, das ist einfach: jemand, der in Christus ist. Was meinst du damit&#8230; &#8220;in Christus&#8221;? Meinst du nicht eher &#8220;an Christus glauben&#8221;? – Nein, ich meine &#8220;in Christus SEIN&#8221;, in Einheit, eins sein mit ihm. Aha, und wie sieht DAS aus? Wie viele Kapitel der Bibel lesen sie am Tag? Wie lange beten sie? Wie oft gehen sie in den Gottesdienst? – Es widersetzt sich einer Beschreibung, denn die Wahrheit ist, dass es nichts mit dem Äußerlichen, sondern nur mit dem Inneren zu tun hat. Wie der Wind: man kann seine Auswirkungen sehen, doch kann man nicht erklären, woher er kommt und wohin er geht; so sind jene, die aus dem Geist geboren sind (Johannes 3) Dieses unsichtbare Leben ist die Besonderheit der Ekklesia. Wenn es dir gelingt sollte, den Wind in einem Beutel zu fangen, dann kannst du auch die Christen in ein Gebäude stopfen und es &#8220;Kirche&#8221; nennen. &#8220;Man wird nicht sagen: Siehe hier! oder: Siehe dort ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist inwendig in euch.&#8221; (Lukas 17:21)</p>
<p>Aus unserem Blickwinkel hier auf Erden kann organisierte Religion leicht gesehen, gefühlt, angefasst, erfahren, bemessen, benannt, charakterisiert, kategorisiert, analysiert und erklärt werden. Wir können ihren Fortschritt aufzeichnen und die Daten an die Wand hängen, auf sie zeigen und sagen, jawohl, wir haben so viele Millionen Bekehrte hier und so viele Millionen Mitglieder dort. Das Kirchenwachstum steigt (oder nimmt ab), wir haben letztes Jahr so und so viele Millionen Euro, Dollar etc. eingenommen und im Vergleich zu anderen Weltreligionen nehmen wir den soundsovielten Platz ein. Wir haben in diesem Teil der Welt soundsoviele Tausend Kirchen, soundsoviele Pastoren und christliche Mitarbeiter und wir haben die Bibel in die und die verschiedenen Sprachen übersetzt.</p>
<p>Währenddessen ist das, was die Echte Kirche, die Ekklesia, antreibt, unsichtbar, geistlich, ätherisch, in dieser Welt, doch nicht von dieser Welt, verborgen, verschleiert, schwer zu beschreiben in verständlichen Begriffen. Wir können kein Datenmaterial erstellen und es an die Wand hängen. Selbst diejenigen, die wissen, was die Ekklesia ist, haben manchmal Schwierigkeiten, sich auszudrücken. Fragt sie, wo diese Kirche, diese Gemeinde zu finden ist, von der sie so sehnsüchtig sprechen und sie werden geneigt sein zu antworten: &#8220;Ich bin nicht sicher, ob ich weiß, wo diese Kirche ist, Bruder/Schwester, doch weiß ich gewiss, wo sie nicht ist!&#8221;</p>
<p>Stellt euch nun vor, der Herr weckt euch eines Nachts auf und sagt: &#8220;Komm hier herauf und ich werde dir die Kirche zeigen.&#8221; Du erwartest, dass er dich jetzt die Strasse hinunter bringt zum Familien-Lobpreis-Zentrum etc. oder quer durchs Land, dorthin, wo die Massen sagen, dass sie Erweckung erleben; doch anstatt dessen merkst du, die Erde hinter dir lassend, wie du hoch in die Luft getragen wirst, und in einem Augenblick reist du über die Grenzen des zeitlichen Universums hinaus und in das geistliche Reich hinein, mit Christus an himmlische Orte gesetzt, dort im Thronraum Gottes.</p>
<p>Dort mit dem Herrn sitzend und hinunter auf die Welt blickend, finden wir heraus, dass aus dieser Perspektive alle Kathedralen, Kirchengebäude, Lobpreiszentren, Heiligtümer, Organisationsgebäude der Konfessionen, Seminare, die Zehnten und die Opfer, Mitgliedsdatenbanken, Bewegungen&#8230; sie alle verschwinden aus der Sicht. Alles schmilzt weg. Er sieht nicht die Evangelikale Kirche, die Baptisten, die Methodisten, die Lutheraner, die Presbyterianer oder die Römisch-Katholische Kirche. Er sieht nicht die Pfingstler, die Charismatiker, die Fundamentalisten, die Christlich-Konservativen oder die Religiöse Rechte. Er sieht die Gebäude, die religiösen Zusammenkünften gewidmet sind nicht als bedeutender oder besonderer an als andere Gebäude. Er sieht Pastoren, ja – doch seltsamerweise sieht er nicht jeden Vorstand einer gemeinnützigen Organisation, die ein Gebäude besitzt, das für religiöse Zusammenkünfte bestimmt ist, als einen Pastor. Und nicht nur die Pastoren sehen anders aus von unserem himmlischen Beobachtungsposten. Alles sieht eigenartig aus. Irgendwie rückwärts. Apostel sind nicht dort, wo du sie erwarten würdest und sie tun nicht, was sie unserer Meinung nach tun sollten – genauso wenig wie Propheten, Evangelisten oder Lehrer. Und doch sind sie genau dort, wo ER sie haben will und tun genau das, was ER ihnen zu tun befohlen hat. Interessanterweise sorgt Er sich nicht um einen Zuwachs oder Rückgang von Kirchenbesuchern, weil er die Kirche nicht als etwas sieht, was besucht werden kann. Hmmmm&#8230;</p>
<p>Wenn wir nah bei ihm stehen, sehen wir, wie ER sieht. Wir erkennen, wenn wir auf das Christentum schauen, dass Gott einzig seine Kirche, die Ekklesia, dort sieht. Er erachtet die, die in ihm bleiben, die den Sohn haben, als jene, die Leben haben. Seine Kirche hat keinen Rückgang, sie wächst, denn Leben kann nicht eingedämmt oder begrenzt werden. Seine Ekklesia ist außerhalb der Matrix. Seine Kirche ist geistlich und als solche ewig, Zeit und Raum überschreitend. Gerade so wie Er und sein Handeln es ist.</p>
<p>Du schaust auf in sein Gesicht und siehst sein Lächeln, also folgst du seinem Blick – und dort ist es – die lebenden Steine und kostbaren Edelsteine, aus denen seine Kirche, seine Gemeinde besteht. Zuvor konntest du sie nicht sehen, weil du auf Erden mitten drin warst. Doch nun, weit entfernt von allem und aus der Sicht des Herrn hinunterschauend, erkennst du, dass die lebenden Steine zusammengefügt werden zu einem großartig glänzenden, schimmernden und schillernden Gebäude, das die ganze Erde bedeckt! Ein Engel steht neben diesem Gebäude und ruft: &#8220;100% rein, nie von menschlicher Hand berührt!&#8221; Du schaust näher hin und entdeckst, dass die Steine und Edelsteine nicht wirkliche Steine und Edelsteine sind, sondern Menschen! Wundervolle, wunderschöne, freudenerfüllte Leute, miteinander verbunden zu einem Mosaik kraftvoller Farben, ein Wandteppich von verwobener Schönheit, ein Potpourri einzelner Leben in perfekter zwölfstimmiger Harmonie, alles pulsierend von Seinem Herzschlag, Seinem Leben, Seinem Wesen. Du fängst an zu weinen angesichts der unverfälschten Reinheit und Einheit des Ganzen. Es ist kein Fleck, keine Falte oder Makel zu finden.</p>
<p>Gott allein ist in der Lage, etwas so hinreißend Großartiges zu machen. Nur Gott. Nur Gott. Und dort, inmitten dieses wundervollen Ortes, siehst du, was ihn so glanzvoll und prächtig macht&#8230;</p>
<p>Dort ist ER, inmitten seines Tempels wandelnd, baut er lebenden Stein auf lebenden Stein, kostbaren Edelstein auf kostbaren Edelstein, und was hörst du? Gesang? Ja. Die lebenden Steine rufen aus in Lobpreis. Und Er lächelt und – pfeift! – während er arbeitet.</p>
<p>Jesus baut seine Kirche.</p>
<p>Dann, so rasch wie es begann, ist es wieder vorbei.</p>
<p>Du öffnest deine Augen und findest dich wieder zurück auf Erden, zurückgekehrt zu deiner dreidimensionalen Welt. Es ist ein sonniger Tag, die Vögel singen, die Kirchenglocken läuten und du siehst Männer, Frauen und Kinder die Strasse entlang gehen, ihre Bibeln unter dem Arm tragend. Du eilst hinaus auf die Strasse und greifst nach einem älteren Herrn.</p>
<p>&#8220;Wo gehen Sie hin? Was geht vor sich? Warum haben Sie sich so herausgeputzt?&#8221;</p>
<p>&#8220;Nehmen Sie ihre Hände von mir, Sie Verrückter! Es ist Sonntagmorgen und ich gehe zur Kirche!&#8221;</p>
<p>&#8220;Sie haben die Kirche gesehen??&#8221;</p>
<p>&#8220;Sie gesehen? Natürlich habe ich sie gesehen. Mein Urgroßvater hat mitgeholfen, diese Kirche zu bauen!&#8221;</p>
<p>&#8220;Nein, ich meine, haben Sie die KIRCHE GESEHEN&#8221;, wiederholst du mit Nachdruck. &#8220;Die Kirche, die JESUS baut!&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich weiß beim besten Willen nicht, wovon Sie sprechen, junger Mann. Nun lassen Sie mich los, oder ich komme zu spät!&#8221;</p>
<p>Du lässt ihn los und bevor du weißt, wie dir geschieht, wirst du in der Menge vorwärts geschoben und findest dich innerhalb der vier Wände eines Gebäude sitzend, das sich selbst als &#8220;Erste internationale scheinheilige Kirche&#8221; bezeichnet.</p>
<p>Der Gottesdienst beginnt gerade. Der Pastor tritt an das Pult heran und ruft aus: &#8220;Lasst uns alle aufstehen und singen!&#8221;</p>
<p>Unsicher, was du tun sollst, stimmst du im Gesang des Chorus mit ein:</p>
<p>Wisst ihr nicht, wisst ihr nicht, dass ihr der Tempel seid? Wisst ihr nicht, wisst ihr nicht, dass ihr der Tempel seid? Wisst ihr nicht, wisst ihr nicht, dass ihr der Tempel seid? Ihr seid der Tempel des Heiligen Geistes!</p>
<p>Am Ende des Liedes erscheint der Pastor wieder am Rednerpult und verkündet sachlich: &#8220;Ist es nicht gut, im Hause Gottes zu sein an diesem Morgen!&#8221; Es ist mehr eine Feststellung als eine Frage. Und alle Leute sagen: &#8220;Amen!&#8221;</p>
<p>Hoffnung steigt in dir auf! Das Haus Gottes! Vielleicht hat er es auch gesehen! Du vergisst, wo du bist, springst auf und rufst aufgeregt: &#8220;Hast DU das Haus Gottes gesehen, Bruder?&#8221;</p>
<p>&#8220;Amen!&#8221;, antwortet er. &#8220;Es ist gut, heute Morgen hier in der Kirche zu sein!&#8221;</p>
<p>&#8220;Amen!&#8221;, stimmen die Leute zu.</p>
<p>&#8220;Nein, Moment mal&#8221;, unterbrichst du, dann, so langsam und deutlich artikuliert, als ob du zu einem Taubstummen sprechen würdest, fragst du: &#8220;Hast du die KIRCHE GESEHEN, Bruder? Die Kirche, die JESUS baut?</p>
<p>Alle Köpfe sind dir nun zugewandt. Der ältere Herr, einer der Diakone, flüstert: &#8220;Das ist der Verrückte, dem ich heute morgen auf dem Weg zur Kirche begegnet bin!&#8221;</p>
<p>Der Pastor wird zunehmend ungeduldig. &#8220;Dies IST die Kirche, Bruder. Halleluja!&#8221;</p>
<p>&#8220;Aber Pastor&#8221;, drängst du, &#8220;WISST IHR NICHT, DASS IHR DER TEMPEL SEID???&#8221;</p>
<p>Die Stille ist ohrenbetäubend.</p>
<p>&#8220;Sie sind der Tempel. WIR sind der Tempel! Jesus baut seine Kirche! Ich hab´s gesehen! Es ist ein wundervolles Gebäude aus lebenden Steinen, erfüllt mit seinem Leben! Wir sind die Kirche, die er baut! Wir sind die lebenden Steine, die kostbaren Edelsteine! Ich habe Jesus gesehen, und er hat gelächelt und die Steine zueinander gestellt, und&#8230;&#8221;</p>
<p>Einige Teenager in den hinteren Reihen fangen an zu kichern.</p>
<p>&#8220;Ich hab´s gesehen! Es ist wahr! Die Steine&#8230; die Juwelen&#8230; es ist großartig!&#8221;</p>
<p>Die Leute schauen den Pastor an, um zu sehen, wie er wohl reagieren wird.</p>
<p>Langsam dämmert es dir. Du erkennst, dass du ihnen wie ein Ausserirdischer von einem fremden Planeten erscheinst, der versucht, etwas zu vermitteln, das für dich so real ist, aber für den Rest der Welt vollkommen fremd.</p>
<p>Verzweifelt packst du den Mann, der neben dir steht, bei den Schultern, weil du denkst, du könntest es in ihn hineinschütteln. &#8220;Ihr glaubt mir nicht&#8230; Doch es ist wahr! Ihr singt darüber&#8230; aber ihr glaubt es nicht! IHR SEID DER TEMPEL! Ihr müsst mir glauben! Ich hab´s gesehen! Jesus baut seine Kirche!&#8221;</p>
<p>Die Ordner bahnen sich einen Weg zu deinem Platz in der Kirchenbank.</p>
<p>Schwitzend und zitternd schaust du dich mit wildem Blick in dem Heiligtum um. &#8220;Nein, hier ist was falsch. Alles ist ganz anders&#8230; dies ist nicht die Kirche! Ich meine, ihr nennt es Kirche, aber das hier ist kein bisschen wie das, was ich gesehen habe. Die Kirche ist&#8230; sie ist&#8230; Eine Herde mit Einem Hirten, nicht aufgeteilt in Denominationen und Sekten! Sie ist ein Mosaik von Menschen! Sie ist ein Wandteppich voll kraftvoller Farben! Sie ist ein Potpourri&#8230;&#8221;</p>
<p>Du fängst an zu schluchzen. &#8220;Hört mich an! Wisst ihr nicht, dass ihr der Tempel seid?!?&#8221;</p>
<p>Die Gemeinde fühlt sich unbehaglich und ist aufgeregt. Der alte Diakon ist aschfahl im Gesicht und seine Augen blitzen den Pastor an, damit der dem ganzen ein Ende machen möge.</p>
<p>&#8220;Lieber Freund&#8221;, bringt der Pastor endlich hervor, &#8220;wenn Sie bitte mit den Ordnern gehen würden, ich glaube, wir können Ihnen besser in einer privaten Atmosphäre dienen. Mit gebeugten Häuptern und geschlossenen Augen sollten wir anderen hier gleich jetzt vor dem Herrn ins Gebet gehen.&#8221;</p>
<p>Während alle Köpfe gebeugt und alle Augen geschlossen sind, mit Ausnahme von Kopf und Augen des Pastors, drängen die Ordner dich schnell und zielstrebig zur Hintertür hinaus und schmeißen dich die Stufen hinunter. Der Pastor lächelt: &#8220;und die Gemeinde sagt&#8230; AMEN. Amen. Ihr dürft euch nun setzen. Ja, preist den Herrn. Meine heutige Predigt trägt den Titel: `Was es heißt, Christ zu sein´. Schlagt nun eure Bibeln auf&#8230;.&#8221;</p>
<p>* * *</p>
<p>Wenn Gott dir einen Moment an seiner Seite bewilligen würde und dir einen flüchtigen Blick auf seine Kirche gewährte, würdest du sofort verstehen, welch einen bedauernswerten Ersatz wir mit der organisierten Religion haben. Keine Eitelkeit ist so tief wie religiöse Eitelkeit, nichts ist widerlicher und im krassen Gegensatz zum Herzen und zur ultimativen Absicht Gottes.</p>
<p>&#8220;&#8230;und hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen Regionen in Christus Jesus.&#8221; (Epheser 2:6)</p>
<p>Wenn es Gott gefällt, dir dieses Bild seiner Kirche zu bewilligen, wirst du es bald als einen Segen und gleichzeitig als einen Fluch anerkennen. Ein Segen, weil die Dinge zu sehen, wie Er sie sieht, wahre Weisheit und Einheit mit ihm und seinem Volk bedeuten. Und ein Fluch, weil die Dinge zu sehen, wie Er sie sieht, dich für dein Leben verdirbt, denn du wirst nie mehr fähig sein, den Ersatz zu akzeptieren, das Nachgemachte, selbst nicht das gute, auf Kosten des Heiligen. Seine Kirche, Sein Schatz, wie heilig und rein und wundervoll und unaussprechlich ist sie! Vorher konntest du beiläufig diese oder jene Sache &#8220;Kirche&#8221; nennen, wie alle anderen auch und es gesellschaftlich akzeptabel finden, doch nun wirst du eine Gänsehaut bekommen und dein Magen wird sich zusammenkrampfen, wenn du hörst, wie andere irgendein Gebäude das &#8220;Haus Gottes&#8221; nennen, in dem vollen Bewusstsein, dass SEIN HAUS nicht ein totes, von menschlichen Händen geschaffenes Ding ist!</p>
<p>Dann wird es dir nicht genügen zu sagen: &#8220;Herr, die Kirche gehört dir, nicht mir und auch niemandem sonst. Ich sehe nun meinen Fehler. Ich nehme meine Hände davon weg, denn es untersteht nicht meiner Kontrolle oder Führung. Ich tue Buße dafür, dass ich versuche, aufzubauen, was du niederreißen möchtest und niederzureißen, was du aufbauen willst. Was bin ich, Herr, als ein kleiner Stein, ein kleines Schaf, ein kleines Glied an dem wundervollen Leib der Gläubigen? Du baust deine Kirche und ich werde es dir überlassen. Endlich sehe ich. Lass mich nur einen stillen Platz finden, wo ich dir und deinem Volk dienen kann im Verborgenen, denn ich möchte nichts für mich, sondern alles für dich.&#8221;</p>
<p>Nein, sobald du dies erkannt hast, sobald du deine Hände von seiner Braut genommen hast, sobald du aufhörst deine Brüder und Schwestern im Namen Gottes zu schlagen, dann wirst du eifern für seine Kirche mit Seinem Eifer und du wirst so viel Empfindsamkeit und Bewusstsein bekommen für falsche Pastoren und falsche Lehrer und falsche Evangelisten, falsche Propheten und falsche Apostel – ja, für alles, was sein Volk missbrauchen, verwirren, vergewaltigen und plündern würde! Es ist alles eine Frage des Sehens! Und sehen wirst du! Du wirst sehen, wie er sieht, hören wie er hört, fühlen wie er fühlt. &#8220;Er war erzürnt über die Härte ihrer Herzen.&#8221; Ohne Anstrengung, ohne Bemühungen wirst du mitten durch das Falsche sehen, den Quasi-Glauben, die Pseudospiritualität, die weißgewaschenen Gräber voller Totenknochen. Sobald du vom Echten Leben geschmeckt hast, wirst du Tod auf tausend Kilometer Entfernung riechen und dein Geist wird dagegen rebellieren und deine Emotionen im Protest aufschreien und dir wird übel werden vor Trauer, Zorn und Mitgefühl, alles zur gleichen Zeit. &#8220;Nein! Dies ist nicht die Ekklesia. Dies ist nicht die Kirche des Herrn. Dies ist Fälschung. Es ist Schwindel. Es ist nichts weiter als organisierte Religion!&#8221;</p>
<p>Möge Gott uns Gnade schenken und uns solch eine Offenbarung seiner Selbst und seiner Kirche geben, damit wir der Kirchlichkeit entkommen und Leben finden können.</p>
<p>Wir wollen euch damit nicht auffordern, dass ihr am nächsten Sonntag das System herausfordert, indem ihr eine öffentliche Konfrontation mit irgendeinem arglosen Pastor provoziert. Alle Argumente der Welt werden Menschen nicht überzeugen, auch sollten wir nicht versuchen, Menschen zum Sehen zu zwingen. Erlaubt ihnen einfach, zu betrachten. Schau in das Gesicht dessen, der alle Dinge sieht, wie sie sind, so dass andere in deine Augen schauen mögen und Ihn erkennen, wie er ist. Eine Minute des Erkennens ist mehr wert als ein Leben voller Argumente. Gott wird uns ein wahrnehmendes Herz und sehende Augen geben, wenn wir ihn darum bitten und wenn wir willens sind beides anzunehmen, die Freude und die Last, die solch eine Offenbarung begleiten. </p>
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